Apothekeneinrichtung

„Ich hole das Beste aus dem Apotheker heraus“ Lothar Klein, 03.02.2017 10:40 Uhr

Berlin - Mehr als 110 Apotheken hat er individuell umgebaut, renoviert und verschönert. Damit ist der Krefelder Innenarchitekt Klaus Richard Bürger vermutlich der „Weltmeister der Offizin“. Wer aus seiner Apotheke ein besonderes Schmuckstück machen will, ist beim gelernten Kunsttischler gut aufgehoben. Aber ganz billig ist das besondere Design aus der Feder von Bürger nicht. Immerhin hat der Innenarchitekt mit seinen Arbeiten mehrere Preise gewonnen.

„Es gibt keinen Innenarchitekten, der so viele Apotheken gebaut hat wie ich“, sagt Bürger selbstbewusst. Unter 100.000 Euro Umbaukosten fange er gar nicht erst an: „Das lohnt sich nicht, damit kann man keinen wirklichen Umbau finanzieren.“ Aber so teuer wie bei der Aesculap-Apotheke in Neumünster mit 1,5 Millionen Euro muss es natürlich auch nicht werden. „Mit 250.000 bis 400.000 Euro kann schon eine ganz besondere Apotheke bauen“, sagt Bürger.

Nach der Lehre als Kunsttischler besuchte Bürger die Werkkunstschule in Krefeld und studierte Innenarchitektur in Düsseldorf. Später hat Bürger noch Philosophie und Germanistik studiert und in London am Royal College of Art Seminare besucht.

Angefangen mit den Apotheken hat er irgendwann in den frühen 80er Jahren. Sein damaliger Professor an der Düsseldorfer Hochschule habe ihn auf die Apotheken aufmerksam gemacht. Begonnen habe er mit Konzeptarbeiten für Schubschränke, erinnert sich Bürger. Dann habe er den ersten Entwurf für den Umbau einer Apotheke gezeichnet und dazu eine großes Modell gebaut. Das wurde dann fotografiert und in einer Zeitschrift vorgestellt. Seitdem läuft das Geschäft.

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