Streit um Ende einer Apotheke

Apobank vs. Mega-Apotheke Alexander Müller, 13.11.2018 10:38 Uhr

Schließlich verklagte Lietzmann die Apobank auf Schadensersatz, weil diese dem Verkauf an den ersten Interessenten nicht zugestimmt hatte. Es sei ihm dabei nicht um die Rückzahlung des Kredits gegangen, sondern um den zusätzlich entstandenen Schaden, den er auf rund 210.000 Euro beziffert. Aus seiner Sicht hatte die Bank dem Verkauf ohne sachlichen Grund die Zustimmung verweigert, da der potenzielle Käufer zuletzt bereits drei Apotheken aus Insolvenzen übernommen und in die Gewinnzone geführt habe.

Die Apobank betonte im Rechtsstreit dagegen, den Verkausprozess stets begleitet zu haben. In der Potsdamer Filiale sah man auch nicht ein, zur Finanzierung des Verkaufs oder Freigabe eigener Sicherheiten verpflichtet zu werden. Lietzmann trage selbst die Verantwortung für erlittene Schäden, er hätte die Mega-Apotheke aus Sicht der Bank auch früher schließen können. Für die Laufzeit der Mietverträge fühlte sich die Apobank nicht verantwortlich.

Das Landgericht Potsdam gab der Apobank im November 2017 in erster Instanz recht. Lietzmann hätte das Darlehen demnach früher kündigen können. Die Bank müsse einem Verkauf nicht in jedem Einzelfall zustimmen und dabei auf eigene Sicherheiten verzichten. Sie sei nicht generell verpflichtet, eigene Interessen denen des Kunden unterzuordnen.

Lietzmann ging in Berufung. Aus seiner Sicht wäre es nach zwei Verlustjahren die einzig sinnvolle unternehmerische Entscheidung gewesen, das Projekt zu beenden. Und die Bank sei verpflichtet gewesen, das Sicherungsgut bestmöglich zu verwerten. Unzulässig fand der Apotheker auch die Bedingung der Bank, den Verkauf wenn überhaupt, dann nur über sie zu ermöglichen.

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