Anti-AOK-Artikel in neuer MyLife

, Uhr

Die negativen Folgen dieser massiven Unterstützung der Versender blende die Kasse bewusst aus. Eine Analyse, dass der Versand die Vor-Ort-Apotheken nicht gefährde, sei unseriös. „Sie beschönigt einen Zustand, der Tag für Tag eine Apotheke in die Schließung treibt. Und sie vernachlässigt die Dynamik der Zeit“, warnt der ehemalige Noweda-Vorstand.

Die AOK fordere nun eine „Apothekenreform“, eine Abwendung vom „Standardbetriebsmodell“: kein Labor mehr in jeder Apotheke, Zentralisierung der Herstellung von Rezepturen, Aufhebung des Mehrbesitzverbotes. „Eine solche Abwertung pharmazeutischer Leistungen hat es lange nicht mehr gegeben. Ein Schlag ins Gesicht der Vor-Ort-Apotheken, die Tag und Nacht die Akutversorgung der Patienten mit Beratung und Arzneimitteln aufrechterhalten“, kommentiert Kuck. Und es sei sicher nicht im Sinne der Patienten. „Wenn die AOK die Akutversorgung dieser Menschen für überflüssig hält, sollte sie es laut und deutlich sagen.“

„Hat sich die AOK mit ihrem Artikel ‚Rezepte für die Apothekenreform‘ einen Gefallen getan? Eher nicht“, fragt Kuck rhetorisch – immerhin macht er die Apothekenkunden über MyLife jetzt selbst auf das aus seiner Sicht verantwortungslose Vorgehen der Kasse hin. „Als größte deutsche Krankenkasse hat sie überdeutlich gezeigt, dass sie nicht bereit ist, die Verantwortung für den Erhalt und die Stärkung einer flächendeckenden Akutversorgung durch die Vor-Ort-Apotheken mitzutragen. Damit müssen die Patienten leben“, schließt Kuck. Der vollständige Beitrag ist in der zweiten Dezemberausgabe des Apothekenmagazins zu finden.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
DocMorris-Mutterkonzern sammelt 18 Millionen Franken ein
E-Rezept: Zur Rose füllt Kriegskasse»
Zahlen aus der Pilotregion Berlin/ Brandenburg
Gematik: „Das E-Rezept ist beherrschbar“»
Einnahme gefahrlos fortsetzbar
Statine: Kein Risikofaktor für Covid-19»
Prämie und Tablet als Aufwandsentschädigung
Covid-19: Ursapharm will Bromelain testen»
„Wir haben ein Wettbieten um Mitarbeiter“
Personalnot: Verzweifelter Hilferuf eines Apothekers»
150 Anrufe und 100 E-Mails am Tag
Apotheker sucht 40 Mitarbeiter:innen»