Altersarmut: Drei von vier PTA haben Angst

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Zu den eigenen finanziellen Verhältnissen hat ein Viertel der Befragten keine Angaben machen wollen. 40 Prozent der PTA gaben an, gar keine Ersparnisse oder weniger als 5000 Euro zu haben. Bei den Apothekern sind es 23 Prozent. Allerdings gibt es in dieser Teilgruppe auch 10 Prozent, die mehr als 100.000 Euro auf der hohen Kante haben. Auf der anderen Seite hat insgesamt jeder dritte Befragte aktuell Schulden, PTA und Apotheker gleichermaßen. Jeder vierte Apotheker hat für sein Studium einen Kredit aufgenommen, 9,4 Prozent der PTA für ihre Ausbildung.

Aufgrund des Fachkräftemangels müssen Inhaber heute regelmäßig über Tarif bezahlen, um überhaupt Mitarbeiter zu finden. Unter den Approbierten gaben 71 Prozent an, über Tarif zu verdienen, weitere 26 Prozent bekommen das tariflich vereinbarte Gehalt, 3 Prozent weniger. Bei den PTA sieht es nicht ganz so gut aus: Zwar verdienen auch 56 Prozent über Tarif, aber 37 Prozent wie von der Gewerkschaft Adexa ausgehandelt und immerhin 4,9 Prozent weniger.

Konkret gaben 71 Prozent der PTA an, weniger als 2000 Euro netto im Monat zu verdienen. Bei den Apothekern liegen 40 Prozent zwischen 2000 und 3000 Euro netto – jeweils unbeachtet der Wochenarbeitszeit. Immerhin 17 Prozent der Befragten haben einen Nebenjob außerhalb der Apotheke. Jeder Vierte führt Haushaltsbuch.

Wie ist es um die Arbeitsbedingungen der Teilnehmer im Einzelnen bestellt? Etwas mehr als ein Drittel hat eine 40-Stunden-Woche, ein weiteres Viertel arbeitet 35 bis 40 Stunden. Die Teilzeitverträge sind unter PTA weiter verbreitet als bei Apothekern. Überstunden bewegen sich bei den meisten in einem überschaubaren Rahmen mit Ausreißern nach oben, die 30 Überstunden und mehr angegeben haben.

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