Grippeimpfstoffe

79.000 Vaxigrip Tetra dürfen nicht nach Berlin Nadine Tröbitscher, 01.02.2019 10:17 Uhr

Voraussetzung für die Abgabe von importierten Impfstoffen entsprechend Allgemeinverfügung ist, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Chargenfreigabe erteilt hat – sprich bestätigt hat, dass die importierte Charge im Herkunftsland eine Chargenfreigabe von der zuständigen Behörde erhalten hat. Die Allgemeinverfügung in Berlin gilt seit dem 4. Dezember; die Befristung endet vor dem 31. März, wenn der Versorgungsmangel vor dem bewilligten Zeitpunkt als beendet gilt.

Großhändler, Apotheken und Krankenhausapotheken dürfen von den Vorgaben der §§ 10 und 11 Arzneimittelgesetz (AMG) in Bezug auf die Vorgaben zur Beschriftung der Behältnisse und Umverpackungen sowie der Packungsbeilage in deutscher Sprache abweichen. Gestattet ist dies in Berlin unter Einhaltung bestimmter Vorgaben: Wird Influvac Tetra mit der Charge R06X mit schwedischer Kennzeichnung in den Verkehr gebracht, muss die von Mylan beigefügte Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache den Patienten ausgehändigt werden. Influvac Tetra und Vaxigrip Tetra mit französischer Aufmachung dürfen nach erfolgter staatlicher Chargenfreigabe mit französischer Kennzeichnung und Gebrauchsinformation in den Verkehr gebracht werden, wenn diese von Kohlpharma in Deutschland geliefert werden.

„Die Nachfrage nach Grippeimpfstoff ist in der aktuellen Saison stärker als in den Jahren zuvor“, teilt eine Sanofi-Sprecherin mit. Der Konzern hatte bereits im November gemeldet, alle für die Saison 2018/19 für den deutschen Markt produzierten Impfstoffe ausgeliefert zu haben. Sanofi war für die quadrivalente Vakzine in den Packungsgrößen ein Stück, zehn Stück und 20 Stück ohne Kanüle bereits Ende Oktober „out of stock“. Die Produktion für den deutschen Markt war längst abgeschlossen und die Produktion für die Südhalbkugel in vollem Gange.

Der Konzern hielt Wort und hat in der fünften Kalenderwoche mit der Auslieferung der 79.000 Impfdosen Vaxigrip Tetra an den Großhandel begonnen. „Die Impfdosen können im Rahmen des durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) festgestellten Versorgungsengpasses in Deutschland in den Verkehr gebracht werden“, teilte Sanofi mit und hofft, dank der Bemühungen noch rechtzeitig einen Beitrag zur besseren Versorgung leisten zu können. „Die aktuelle Saison hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Ein ausreichender Grippeschutz kann mit der Impfung noch erzielt werden. Das gilt besonders für Patienten älter als 60 Jahre mit chronischen Grunderkrankungen“, schreibt der Konzern.

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