Wiederholungsrezept nur als E-Rezept

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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereitet nun die erneute Einführung vor. Die Gültigkeitsdauer steht schon fest: „Bis zu 365 Tage nach Ausstellungsdatum können die Rezepte zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse durch Apotheken beliefert werden.“ Auch, dass die Verordnungen speziell gekennzeichnet werden müssen wurde bereits festgehalten. Viele weitere Punkte, gerade mit Blick ins Detail, bleiben noch offen. Die KBV und der GKV-Spitzenverband wollen sich zeitnah mit ersten Informationen melden.

Bereits im vergangenen Jahr kam es zu zahlreichen offenen Fragen. Allen Voran wurde die Abrechnung kritisiert. Dadurch, dass Rezepte erst abgerechnet werden, wenn die Belieferung vollständig abgeschlossen ist, befürchteten Apotheken, dass sie mit zum Teil enormen Summen in Vorleistung gehen müssen. Auch die Definition für „schwer chronisch krank“ geriet in den Fokus. Als schwerwiegend chronisch krank gilt in Deutschland, wer mindestens ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal aufgrund derselben Erkrankung ärztlich behandelt wurde. Bei der Ausstellung eines Wiederholungsrezeptes würden die quartalsmäßigen Arztbesuche bei N3-Verordnungen allerdings entfallen.

Nicht alles kann verordnet werden

Nicht alle Arzneimittel werden mittels Wiederholungsrezept verschrieben werden können. „Betäubungsmittel sowie Arzneimittel, die die Wirkstoffe Lenalidomid, Pomalidomid oder Thalidomid enthalten, werden nicht als Mehrfachverordnung verordnet werden können, da hierfür abweichende gesetzliche Regelungen gelten“, informiert die KBV. „Weitere Einschränkungen ergeben sich alleine schon daraus, dass Mehrfachverordnungen nach der gesetzlichen Grundlage nur für vom Versicherten kontinuierlich benötigte Arzneimittel ausgestellt werden können und der Versicherte für die Reichweite der verordneten Arzneimittel gegebenenfalls auch nicht in die Arztpraxis kommt. Viele Arzneimittel kommen alleine schon deshalb für diese Art der Versorgung überhaupt nicht in Betracht.“

Auch Rezepturen könnten mittels elektronischem Wiederholungsrezept verordnet werden: „Entsprechend des § 31 Absatz 1b SGB V in Verbindung mit § 2 Arzneimittelverschreibungsverordnung ist die Mehrfachverordnung für Arzneimittel vorgesehen. Die Ausstellung ist grundsätzlich sowohl für Fertigarzneimittel als auch für Rezepturen und Wirkstoffverordnungen möglich.“

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