Wegen Corona: Lockerungen und Vergütungen – Ein Überblick

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Rezept ohne Arzt-Patienten-Kontakt

Rezepte dürfen seit dem 27. März und bis zum 31. Mai ohne direkten Arzt-Patienten-Kontakt ausgestellt werden. Hierfür muss der Zustand des Patienten aus der laufenden Behandlung bekannt sein. Das Rezept kann per Post oder auf andere Weise an den Versicherten übermittelt werden. Der Bundesmantelvertrag für Ärzte erlaubt es, in Ausnahmesituationen wie beispielsweise der Corona-Krise bekannten Patienten Folgerezepte auszustellen und diese per Post zuzusenden. Ein Patient gilt laut KBV als „bekannt“, wenn er im laufenden Quartal oder im Vorquartal persönlich in der Praxis vorstellig war.

Entlassmanagement

Normalerweise dürfen im Rahmen des Entlassmanagements Arznei- und Verbandmittel (§ 31 SGB V) für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnet werden. Dieser Bedarf wurde erhöht: Bis 31. Mai ist es gestattet, diese Produkte für die Versorgung in einem Zeitraum von bis zu 14 Tagen zu verordnen.

Mehr Freiheit bei Rezeptkorrektur

Normalerweise bedürfen Änderungen und Ergänzungen zu einer ausgestellten Verordnung der erneuten Unterschrift des behandelnden Arztes mit Datumsangabe. Um diesen Mehraufwand während der Pandemie zu vermeiden, dürfen Apotheken unklare Verordnungen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt auch ohne das erneute Aufsuchen der Praxis durch den Patienten beliefern.

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