Wie werde ich sie los?

Vom Umgang mit Ladenhütern Benedikt Richter, 06.05.2019 14:40 Uhr

Tipp 3: Memo an das Team. Die Produkte, die bevorzugt abgeben werden müssen, sollten schriftlich festgehalten werden zum Beispiel an einem Memo-Board. Dieses sollte dort angebracht werden, wo die meisten Mitarbeiter mehrmals am Tag vorbeigehen, zum Beispiel im Backoffice. Durch den wiederholten visuellen Reiz bleibt im Kopf das eine oder andere Produkt hängen und der Abgebende achtet beispielsweise beim Patientenwunsch „Nasenspray“ darauf, diese Liste zu berücksichtigen.

Tipp 4: Quarantänebox. Schnell neigt man dazu, Produkte mit kurzem Verfall in die Sichtwahl zu stellen. Noch ein Angebotsschild dazu und fertig. Jetzt müsste es gekauft werden. Wahrscheinlich tritt eher der gegenteilige Fall ein. Ware plakativ als Sonderangebot oder 2. Wahl zu deklarieren, kommt selten gut an. Schließlich handelt es sich um hochwertige Apothekenprodukte und nicht um Make-Up, Kleidung und Restposten aus der Grabbelkiste. Das Vertrauen des Patienten in die Apotheke könnte erschüttert werden. Besser: Eine Kiste mit Produkten einrichten, die bevorzugt abgegeben werden sollen, und diese so platzieren, dass der Kunde sie nicht sieht, die Mitarbeiter aber mehrmals täglich daran vorbei gehen. Bei der Abgabe holt man die Ware dann von hinten, was für den Kunden einen wesentlich besseren Eindruck macht.

Trotz des wirtschaftlichen Drucks sollten Apothekenmitarbeiter niemals ihre Beratungsaufgabe vergessen. Auch wenn der finanzielle Verlust schmerzt: Produkte, hinter denen Apotheker und Team nicht stehen oder die minderwertig beziehungsweise nicht empfehlenswert sind, sollten nicht abgegeben werden. Der Kunde sollte über den kurzen Verfall informiert werden, wenn er das Arzneimittel zum Beispiel für seine Hausapotheke auf Vorrat kauft. So etwas schafft Vertrauen, der Kunde fühlt sich nicht betrogen und wird wahrscheinlich wiederkommen.

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