Sonderformulare

T-Rezept: Zwei Teile, viele Formalien APOTHEKE ADHOC, 12.02.2019 10:34 Uhr



Die Apotheke unterliegt bei der Abgabe von T-Rezepten der Prüfpflicht. Bei bestehenden Zweifeln oder einer unklaren Verordnung ist Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Verordnen darf jedoch nur, wer im sogenannten T-Register eingetragen ist. Dann erhalten Ärzte die personengebundenen und nummerierten Formulare nach Anforderung vom BfArM. Die teratogenen Arzneimittel dürfen aber auch von einem Vertretungsarzt verordnet werden, sofern dieser im T-Register aufgenommen ist. Nicht zulässig sind Verordnungen aus dem Ausland. Deutsche Apotheken dürfen also keine Rezepte auch nicht aus der EU oder einem Drittstaat beliefern.

Ärzte müssen drei Felder ankreuzen, zulässig ist dies maschinell und handschriftlich. Der Mediziner bestätigt mit dem Kreuz das Einhalten jeglicher Sicherheitsbestimmungen und das Aushändigen des Informationsmaterials an den Patienten. Das dritte Kreuz dient der Kennzeichnung zur Anwendung in Off-Label oder In-Label.

Die handschriftlich gesetzten Kreuze boten den Kassen die Chance auf Retaxationen, aber inzwischen ist die Falle ausgeräumt, denn laut § 3 des Rahmenvertrages ist ein handschriftlicher Vermerk kein Retaxgrund mehr. In der Vereinbarung heißt es: „Der Vergütungsanspruch des Apothekers entsteht trotz nicht ordnungsgemäßer vertragsärztlicher Verordnung oder Belieferung, wenn die erforderliche Kennzeichnung durch Ankreuzen handschriftlich durch den Arzt erfolgt ist.“ Dieser kann den Vermerk mit seiner Unterschrift bestätigen. Eine Retax ist außerdem unzulässig, wenn „die erforderliche Kennzeichnung durch Ankreuzen verrutscht, aber zuordnungsfähig ist“.

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