Nur die Hälfte

Retaxgefahr: Künstliche Befruchtung APOTHEKE ADHOC, 07.08.2020 13:59 Uhr

Die Verordnung wird mit der Sonder-PZN 09999643 und in der entsprechenden Zeile mit der Taxe „0“ bedruckt. Wie beschrieben wird der abzurechnende Betrag mit der Hälfte des Arzneimittelpreises angegeben. Entsprechend sind die PZN und der dazugehörige Faktor des Präparates aufzudrucken. Das Zuzahlungsfeld wird mit einer „0“ versehen. Der Patient muss in der Apotheke den Eigenanteil von 50 Prozent zahlen – die gesetzliche Rezeptgebühr entfällt.

Arzneimittel, die im Rahmen der künstlichen Befruchtung eingesetzt werden können, sind zum Beispiel Menogon HP, Gonal F oder Puregon. Für die künstliche Befruchtung können auch Hilfsmittel verordnet werden. Für die Belieferung sind je nach Liefervertrag ein Kostenvoranschlag und eine Genehmigung erforderlich.

Die Nebenwirkungen sollten bekannt sein

Die Mittel können zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen führen. Im Beratungsgespräch kann die Frau beispielsweise darüber aufgeklärt werden, dass die follikelstimulierenden Substanzen zu unterschiedlichsten gastrointestinalen Beschwerden führen können und dass diese Symptome meist nach einiger Zeit von alleine wieder verschwinden. Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen gehören: Bauchschmerzen, Übelkeit, aufgeblähter Bauch und Durchfall, Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Becken- und Ovarialschmerzen. Die Medikamente sind nicht zwangsläufig für die Frau. Gonal beispielsweise kann auch für einen Mann verschrieben werden. Hier wird das Follitropin alfa-haltige Arzneimittel zusammen mit humanem Choriongonadotropin zur Stimulation der Spermatogenese angewendet, wenn ein angeborener oder erworbener hypogonadotropem Hypogonadismus vorliegt.

Extra Zuschuss

Alle gesetzlich Versicherten, die die Voraussetzungen erfüllen, erhalten etwa die Hälfte der genehmigten Behandlungskosten. Einige Krankenkassen zahlen einen zusätzlichen Bonus – Patienten sollten sich bei ihrer Krankenkasse darüber informieren. Auch seitens der Politik kommt Unterstützung: Von 16 Bundesländern bezuschussen mehr als die Hälfte eine künstliche Befruchtung. An der Behandlungsinitiative nehmen Nordrhein-Westfalen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen und Brandenburg teil. Die Länder übernehmen bis zu 50 Prozent des verbleibenden Eigenanteils nach Abrechnung mit den Krankenkassen beziehungsweise den Beihilfestellen. Seit 2016 ist die Ehe keine Voraussetzung mehr für die Bezuschussung. Darüber hinaus unterstützt auch der Bund finanziell. Voraussetzung: Auch das Wohnsitz-Bundesland fördert mindestens in gleicher Höhe.

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