Macrogol auf BtM-Verordnung

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Medizinprodukte wirken nicht pharmakologisch

Medizinprodukte verfolgen keine pharmakologische Wirkung, sondern eine physikalische, immunologische oder metabolische Wirkung. Innerhalb eines Zulassungsverfahrens muss die Wirkungsweise eines Stoffes, für die Vermarktung innerhalb der Europäischen Union vorgesehen ist, vor der Zulassung in physikalisch oder pharmakologisch eingeteilt werden. Nach diesen und weiteren Kriterien wird entschieden, ob es sich bei einem Präparat um ein Arzneimittel oder um ein Medizinprodukt handelt. Regularien und Voraussetzungen zur Herstellung und Verordnung unterscheiden sich hier zum Teil stark.

Osmotische Laxantien

Osmotische Laxantien besitzen gegenüber dem Blutplasma eine erhöhte Osmolarität. Hierdurch kommt es zu einem Wassereinstrom in den Darm – die Verstopfung klingt ab. Neben Laktulose gehören auch Magnesium- und Natriumsulfat sowie die Zuckeraustauschstoffe oder Zuckeralkohole Mannit und Sorbit zu dieser Gruppe. Da die Salzverbindungen eine sehr starke Wirksamkeit haben, werden sie meist nur zur Abführung vor diagnostischen Eingriffen, oder zur Einleitung einer Fastenzeit genutzt (Glauber-, Bittersalz). Sie eignen sich dicht für einer dauerhafte Medikation.

Quellstoffe

Neben den Macrogolen gehören auch indische Flohsamen, Leinsamen und Agar zu den Quellstoffen, die zu einer Darmregulierung beitragen können. Macrogole sind Polyethylenglykole. Sie sind zwar wasserlöslich, können jedoch vom Körper nicht resorbiert werden. Macrogole binden Wasser über Wasserstoffbrückenbindungen in Form von Hydrathüllen und haben dadurch einen starken osmotischen Effekt. Es kommt zu einer Wasseransammlung im Darm, sodass das Stuhlvolumen zunehmen kann. Die Obstipation klingt ab.

 

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