Apo-Tipp

Interaktionen und Nebenwirkungen: Antibiotika Teil 2 Alexandra Negt, 25.11.2019 14:36 Uhr

Tetrazykline

Doxycyclin:
Die Resoprtion kann durch zwei- oder dreiwertige Kationen verringert werden. Antazida, Eisenpräparate oder andere Mineralstoffpräparate sollten mindestens zwei Stunden versetzt eingenommen werden. Die Einnahme sollte nicht mit Milch erfolgen. Barbiturate und andere antikonvulsiv wirkende Arzneimittel (Carbamazepin, Primidon) können den Abbau von Doxycyclin beschleunigen. Chronischer Alkoholabusus kann ebenfalls zu einer schnelleren Elimination führen. Der Wirkstoff beeinflusst außerdem die Wirkung oraler Antidiabetika sowie die Wirkung von Antikoagulantien – eine Überprüfung der Blutzucker- und Blutgerinnungswerte sollte während der Einnahme erfolgen. Die toxische Wirkung von Ciclosporin kann erhöht werden. Findet eine Isotretinoin-Behandlung statt, so sollte ein anderes Antibiotikum eingesetzt werden. Es kann zur Drucksteigerung in der Schädelhöhle kommen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithiumkann es zu Verwirrtheit kommen. Tetrazykline sollten nicht mit Beta-Laktam-Antibiotika kombiniert werden.

Makrolide

Azithromycin, Roxithromycin, Clarithromycin:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulantien sollten die Blutgerinnungswerte während der Einnahme beobachtet werden. Makrolide können die toxische Wirkung von Ciclosporin erhöhen. Werden gleichzeitig QT-Intervall-verlängernde Substanzen eingenommen, ist besondere Vorsicht geboten. Hierzu gehören unter anderem Antiarrhythmika wie Amiodaron, trizyklische Antidepressiva und Citalopram sowie gewisse Neuroleptika, Antimykotika und antivirale Wirkstoffe.

Gyrasehemmer (Chinolone & Fluorchinolone)

Ofloxacin, Levofloxacin,Ciprofloxacin:
Die Resorption kann durch zwei- oder dreiwertige Kationen verringert werden. Antazida, Eisen- und Zinkpräparate sollten mindestens zwei Stunden versetzt eingenommen werden. Die Einnahme sollte nicht mit Milch erfolgen. Die Einnahme der komplexen Aluminium-Verbindung Sucralfat (Indikation: Magengeschwür) sollte ebenfalls im Abstand von zwei Stunden erfolgen. Bei gleichzeitiger Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika oder Theophyllin kann es zu einer herabgesetzten Krampfschwelle kommen. Die renale Ausscheidung von Chinolonen und Fluorchinolonen wird durch Probenecid und Cimetidin (H2-Antagonist) reduziert.

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