Entlassrezept: Ein besonderes Muster-16-Formular

, Uhr

Verordnung von Hilfsmitteln

Für Hilfsmittel gelten jedoch gesonderte Vorgaben. Hilfsmittel zum Verbrauch dürfen nur für sieben Kalendertage beziehungsweise als nächstgrößere im Handel befindliche Versorgungseinheit verordnet werden. Hilfsmittel, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, unterliegen keiner Begrenzung der Verordnungsdauer. Hörgeräte und andere Hilfsmittel, die einer individuellen Anfertigung bedürfen und zur dauerhaften Versorgung vorgesehen sind, dürfen nicht verordnet werden. Hilfsmittelrezepte sind ebenfalls als „Entlassmanagement“ einschließlich Entlassungsdatum zu kennzeichnen und sieben Tage gültig. Apotheken müssen bei der Rezeptbelieferung die Hilfsmittelverträge beachten.

Verordnung von BtM und T-Rezepte

„Für die Verschreibung von Betäubungsmitteln gelten die §§ 9 und 15 der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung und für die Verschreibung von Arzneimitteln mit teratogener Wirkung § 3a der Arzneimittelverschreibungsverordnung“, so der Rahmenvertrag. In Rücksprache mit der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen dürfen keine Muster-16-Formulare verwendet werden. Im Statusfeld ist die Ziffer 4 aufgebracht, um diese als Entlassrezept zu kennzeichnen. Die Rezepte sind drei Tage gültig.

Dürfen Aufkleber verwendet werden?

Aufkleber im Personalienfeld sind bei Klinikverordnungen Gang und Gäbe und bei Privatrezepten unproblematisch. Bei Muster-16-Formularen, die zu Lasten der Kasse abgerechnet werden hingegen schon. Denn auf den rosa Rezepten sind einzig Korrekturetiketten zulässig. Die Übergangsfrist für Aufkleber im Personalienfeld endete zum 30. Juni – seit dem 1. Juli dürfen Verordnungen mit entsprechenden Aufklebern nicht mehr zu Lasten der Primärkassen beliefert werden.

Für Ersatzkassen gilt dies nicht: Denn diese haben in der Ergänzungsvereinbarung zum Arzneiversorgungsvertrag unter § 4 Absatz 2c festgehalten: „Ist im Personalienfeld einer Entlassverordnung ein Aufkleber ausgebracht, berechtigt dies nicht zur Zurückweisung des Verordnungsblattes bei der Abrechnung, wenn die zur Abrechnung des Verordnungsblattes benötigten Daten nach § 300 Sozialgesetzbuch (SGB V) vollständig übermittelt worden sind.“ Wird ein Aufkleber verwendet, muss dieser untrennbar mit dem Rezept verbunden sein und die Angaben im Personalienfeld den Regelungen der ergänzende Verträge Nach § 129 Absatz 5 SGB V entsprechen. Werden Klebeetiketten verwendet, überdecken diese die Kennzeichnung „Entlassrezept“, die auf den Verordnungen aufgedruckt ist. Dies gilt jedoch nicht für BtM- oder T-Rezepte – hier sind Aufkleber tabu.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
Behörde scheitert mit Eil-Anordnung
Katerfly bleibt im Handel»