Generika

Aut-idem: Zwei Produkte, ein Hersteller APOTHEKE ADHOC, 08.08.2017 14:18 Uhr

Berlin - Von Januar bis Mai wurden laut Pro Generika etwa 210 Millionen generische Packungen abgegeben. Die Nachahmerpräparate kommen nicht immer nur von den bekannten Generikaherstellern, sondern auch von den Erstanbietern. So kann sich bei der Rezeptbelieferung die Frage stellen: Darf trotz Aut-idem-Kreuz auf das firmengleiche Generikum ausgetauscht werden?

Unternehmen wie Pfizer und GSK etwa haben für ihre Originale entsprechende Generika am Markt. Beispielsweise hat der Originator für Xalatan Augentropfen, Latanoprost Pfizer im Handel. Was also tun, wenn das Original mit Aut-idem-Kreuz verordnet und das firmeneigene Generikum rabattiert ist.

Aut-idem verhindert den Austausch auf ein wirkstoffgleiches Arzneimittel – ein Generikum. Unabhängig davon, ob es firmengleich ist oder nicht. Das Aut-idem-Kreuz hat Vorrang und so muss das Original geliefert werden. Gleiches gilt für Generikahersteller, die verschiedene Generikalinien auf dem Markt haben. Am Beispiel des indischen Herstellers Sun Pharma bedeutet das – Produkte wie Tamsulosin Sun dürfen nicht gegen Ranbaxy oder Basics ausgetauscht werden, wenn Aut-idem gesetzt ist.

Anders verhält es sich jedoch bei Original und Reimport. In diesem Fall ist es unerheblich, ob Aut-idem gesetzt ist oder nicht, denn das Kreuz verhindert den Austausch auf das rabattierte Produkt nicht. Eine Substitution nach Rabattvertrag ist verpflichtend, der Vertrag hat Vorrang. Import und Original gelten als gleich. Reimporte verfügen zwar über eine eigene Zulassung, beziehen sich dabei aber auf das Original.
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