Abrechnung von Teilmengen

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Berlin -

Die Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung (Sars-CoV-2-AMVersVO) ermöglicht den Apotheken, Rezepte auch in Teilmengen zu beliefern. Ist in der Apotheke nur eine große Packung vorrätig, so kann diese bei Nichtverfügbarkeit der kleineren Packung ausgeeinzelt werden. Je nachdem, ob zum ersten oder zweiten Mal eine Teilmenge entnommen wird, ändert sich die Taxierung.

Um erneute Besuche in der Apotheke zu vermeiden und eine zuverlässige Arzneimittelversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, wurden einige Regeln zur Arzneimittelabgabe im Rahmen der Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung (Sars-CoV-2-AMVersVO) gelockert. Für Apotheker und PTA bedeutet das unter anderem, dass bei Nichtverfügbarkeit kleiner Packungseinheiten Teilmengen aus größeren Packungen abgegeben werden dürfen.

Benötigt der Patient nur eine N1-Packung eines Medikamentes und hat die Apotheke nur die N3-Packung vorrätig, so kann ausgeeinzelt werden. Das bedeutet, dass die Apotheke die entsprechende Menge aus dem Umkarton entnehmen darf. Die verbleibenden Tabletten, Kapseln & Co. können weiter abgegeben werden.

Um Retaxierungen zu vermeiden, muss die Apotheke einige Punkte bei der Bedruckung des Rezeptes beachten. So ist bei der ersten Abgabe aus einer Packung die gesamte Packungseinheit abzurechnen. Die zugehörige Sonder-PZN lautet 06461127. In das Feld „Faktor“ kommt eine „1“. In der folgenden Zeile wird die PZN des Produktes aufgedruckt. Wichtig: Die zu leistende Zuzahlung richtet sich nach dem Arzneimittelpreis der vollen Packung.

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