Hilfsmittel für die Stillzeit

Von Busenfreundinnen und Milchauffängern Cynthia Möthrath, 09.10.2019 08:12 Uhr

Berlin - Im Sortiment des Herstellers Lansinoh gibt es einige Produktneuheiten für die Stillzeit: Neben einem Muttermilchauffänger und waschbaren Stilleinlagen gibt es spezielle Kalt-Warm-Kompressen für die Brust. Ein ähnliches Produkt gibt es auch vom Start-up „Kaiserschlüpfer“, welches sich eigentlich auf verschiedene Wohlfühl-Slips für Frauen konzentriert.

Seit mehr als 30 Jahren stellt Lansinoh Produkte für die Stillzeit her. Neu im Sortiment ist der Muttermilchauffänger. Er wurde speziell entwickelt, damit beim Stillen keine Muttermilch verloren geht. Denn während die Mutter auf der einen Seite stillt oder abpumpt, passiert es manchmal, dass auch aus der anderen Brust Muttermilch fließt. Diese wird vom Muttermilchauffänger aufgefangen und gesammelt. Das Material soll besonders weich und flexibel sein, damit es sich jeder Brust anpassen kann. Das Gerät soll eine Alternative zu herkömmlichen Auffangschalen darstellen: Bis zu 100 ml Muttermilch können aufgefangen werden. Der Auffänger ist spülmaschinengeeignet und kann in der Mikrowelle oder einem Sterilisator sterilisiert werden.

In Bezug auf Nachhaltigkeit punkten die neuen waschbaren Stilleinlagen. Sie kommen mit einem 3-Lagen-Schutz daher: Eine undurchlässige Außenseite, ein ultrasaugfähiger Kern mit Naturfasern und eine weiche Innenseite. Durch einen rutschfesten Saum soll sicherer Halt gewährleistet werden. Die spezielle Tropfenform soll sich der Brust gut anpassen. Der saugfähige Kern soll laut Hersteller bis zu neunmal saugfähiger sein als vergleichbare Markenprodukte im Handel. Die Einlagen sind waschmaschinengeeignet bis 40° C, dürfen jedoch nicht mit Weichspüler gewaschen werden.

Ein weiteres Produkt sind die 3-in-1-ThermoPerlen: Die speziellen Kompressen enthalten kleine Glasperlen, die sich optimal der Brust anpassen sollen. Die Kissen können sowohl für wärmende als auch für kühlende Anwendungen verwendet werden. Wärme soll die Brust entspannen und den Milchfluss fördern, Kälte soll Spannungsgefühle, Schwellungen und Schmerzen lindern. Wird das erwärmte Kissen am Pumpentrichter einer Milchpumpe befestigt, soll es ebenfalls zur Anregung des Milchspendereflexes beitragen können und das Abpumpen beschleunigen. Die Kompressen sind wiederverwendbar und kommen mit waschbaren Bezügen daher.

Ähnliche Kompressen wurden bei der Expopharm vom Start-up „Kaiserschlüpfer“ vorgestellt: Die Newcomer bieten eigentlich ein Sortiment aus verschiedenen Wohlfühlslips an: Diese sollen nach Kaiserschnitt, Spontangeburt, während der Schwangerschaft oder bei Regel- und Rückenbeschwerden helfen. Die „Busenfreundinnen“ des Start-ups funktionieren ähnlich wie die 3-in-1-ThermoPerlen von Lansinoh. Im Set ist jedoch jeweils ein Pad für die Warmanwendung und ein Pad für die Kaltanwendung enthalten. Die flexible Form passt sich optimal der natürlichen Form der Brust an, das in den Pads enthaltene Gel ist ungiftig.

Der Hersteller empfiehlt, vor dem Stillen das pinke Wärmepad anzulegen, um die Gefäße zu erweitern und Milchstau zu lindern. Nach zehn Minuten soll das Baby zum Stillen angelegt werden. Das Wärmepad kann auch während des Stillens auf der Brust bleiben. Nach dem Stillen soll die Brust mit dem blauen Pad bedeckt werden, um Beschwerden zu reduzieren und zu kühlen. Das Wärmepäd sollte in einem Topf mit Wasser erwärmt werden und nicht in der Mikrowelle, für das Kühlpad empfiehlt sich die Lagerung im Kühlschrank. Die Pads können mit Wasser gereinigt werden und im mitgelieferten Polybeutel an einem kühlen Ort gelagert werden.

Neben den „Busenfreundinnen“ bieten Kaiserschlüpfer auch verschiedene Slips an: Der Namensgeber des Start-ups ist beispielsweise zur Anwendung nach einem Kaiserschnitt geeignet und soll auf zwei Arten für eine Druckentlastung sorgen. Er kann direkt nach der Geburt getragen werden, falls es für die Betroffene als angenehm empfunden wird. Im Slip ist eine kleine Tasche eingenäht, in die ein Kühlpad gelegt werden kann: So wird die Narbe gekühlt und Schmerzen sollen gelindert werden. Zudem vermeidet es von vorn Reibung und Druck durch den Hosenbund auf die Kaiserschnittnaht. Der Bauch wird durch den hohen Stützbund optimal gehalten und drückt somit nicht von oben auf die frische Narbe.