Kamille, Kümmel & Co.

Verdauungshilfen für die Feiertage Cynthia Möthrath, 24.12.2019 07:38 Uhr

Besonders beliebt ist der Einsatz als Teemischung: Das Trio wird häufig als Fertigprodukt lose oder in Form von Teebeuteln angeboten, aber auch ein frischer Tee kann aus den Einzelbestandteilen einfach selbst hergestellt werden: Dazu wird jeweils ein halber bis ein ganzer Teelöffel der Früchte angestoßen – am besten unmittelbar vor der Zubereitung. Dadurch können die ätherischen Öle entweichen und ihre volle Wirkung entfalten. Der aufgegossene Tee sollte zugedeckt ungefähr 10 bis 15 Minuten ziehen, damit die ätherischen Öle nicht verfliegen können.

Kommt es aufgrund größerer Mahlzeiten zu Übelkeit kann Ingwer helfen: Der Pflanze werden antiemetische, antimikrobielle, spasmolytische, schmerzlindernde, entzündungshemmende, antioxidative und verdauungsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Die Scharfstoffe können die die Magensäureproduktion anregen und Übelkeit entgegenwirken. Wer jedoch einen empfindlichen Magen hat, sollte besser auf Ingwer verzichten. Vorsicht ist auch bei gleichzeitiger Einnahme von Blutgerinnungshemmern sowie bei Gallensteinen geboten. In diesen Fällen sollte die Anwendung mit dem Arzt besprochen werden. Ein weiterer Helfer für die Festtage ist Wermut: Denn das Kraut der Pflanze enthält eine hohe Konzentration an Bitterstoffen, die verdauungsfördernde Eigenschaften haben. Durch die verbesserte Durchblutung können Blähungen gemildert und die Leberfunktion angeregt werden, auch Verstopfungen wird entgegengewirkt.

Neben verschiedenen Tees können auch weitere Tipps helfen Verdauungsprobleme zu vermeiden. Eine selbst durchgeführte Bauchmassage kann beispielsweise die Verdauung anregen: Ohne großen Druck auf die Bauchdecke auszuüben, kann sie in kreisenden Bewegungen durchgeführt werden, anschließend wird sanft vom Magen nach unten über den Bauch gestrichen. Aber auch ein warmes Körnerkissen oder eine Wärmflasche können die Muskulatur entspannen und wohltuend wirken. Außerdem sollte an den Feiertagen auf Hektik verzichtet werden: Denn wer zu hastig isst, schluckt zu viel Luft und riskiert Blähungen. Für das Essen sollte sich daher genügend Zeit genommen werden. Blähende Lebensmittel wie Rohkost, Bohnen oder Kohlsorten können außerdem vermehrt zu Symptomen führen. Der übermäßige Verzehr von kohlensäurehaltigen Getränken bringt zusätzliche Gase in den Verdauungstrakt, Sodbrennen wird durch zu scharfes, zu fettiges oder zu üppiges Essen begünstigt.

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