Multiple Sklerose

Interferon beta: Keine Auswirkungen auf Schwangerschaft APOTHEKE ADHOC, 14.09.2019 08:43 Uhr

Berlin - Auf der Jahrestagung des „European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis“ (ECTRIMS) wurden neue Daten zu Schwangerschaftsausgängen nach Behandlung mit Interferon beta (IFN β), einschließlich des Medikaments Rebif (Interferon beta-1a) vorgestellt, wie der Pharmakonzern Merck mitteilt.

Die vorgestellten Ergebnisse lieferten keine Hinweise darauf, dass die Behandlung mit IFN β vor oder während der Schwangerschaft Auswirkungen auf das Geburtsgewicht oder den Kopfumfang des ungeborenen Kindes habe. Die Ergebnisse basieren auf Daten der finnischen und schwedischen Schwangerschaftsregister, die zwischen 1996 und 2014 erhoben wurden. „Erhält eine Frau die Diagnose MS, ergeben sich womöglich Fragen in Bezug auf die Fortsetzung der Behandlung während einer Schwangerschaft und mögliche Folgen für das ungeborene Kind. Wir sind stolz darauf, in Zusammenarbeit mit Universitäten und Gesundheitsbehörden, Ärzten und Patientinnen relevante Sicherheitsinformationen bereitzustellen“, sagte Dr. Maria Rivas von Merck.

666 Lebendgeburten unter IFN-β-Exposition und 1330 Lebendgeburten ohne Exposition wurden insgesamt ausgewertet. Dabei fielen die Ergebnisse der Schwangerschaftsausgänge ähnlich aus: Es zeigte sich kein statistischer Unterschied zwischen Patientinnen mit und ohne IFN-β-Exposition. Die Prävalenz von für ihr Geburtsalter zu klein oder zu leicht geborenen Säuglingen lag in der Expositionskohorte bei 2,1 Prozent, verglichen mit 2,0 Prozent ohne Exposition. Für ihr Geburtsalter zu große Säuglinge kamen in 0,8 Prozent der Fälle vor, verglichen mit ebenso 0,8 Prozent ohne IFN-β-Exposition.

Ein niedriges Geburtsgewicht kam unter IFN-β-Exposition bei 3,9 Prozent vor, ohne Exposition bei 4,8 Prozent. Bei 619 termingerechten Geburten mit IFN-β-Exposition lag die Prävalenz eines geringen Kopfumfangs bei 1,9 Prozent bei 1219 termingerechten Geburten ohne Exposition betrug die Prävalenz 1,1 Prozent. Diese Ergebnisse stützen die vor Kurzem vorgestellten Sicherheitsdaten, die darauf hinweisen, dass eine IFN-β-Exposition das Risiko für spontane Fehlgeburten oder andere Schwangerschaftsausgänge, wie Eileiterschwangerschaften oder fetale Missbildungen, nicht erhöht.

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