Forsa-Umfrage

80 Prozent wollen Apotheke vor Ort Hagen Schulz, 11.09.2019 14:23 Uhr

Berlin - Anlässlich des AOK-Tages in Kiel zu den Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum wurden die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage veröffentlicht. In dieser gaben 400 Bürger aus Schleswig-Holstein ihre Einschätzung zur Versorgung im nördlichsten Bundesland ab. Das Apothekensterben wird vor allem in den großen Städten wahrgenommen.

Gerade in kleineren und mittleren Städten nehmen die Schleswig-Holsteiner eine Verschlechterung der Situation wahr. In Städten mit bis zu 20.000 Einwohnern gab knapp ein Viertel der Befragten an, dass sich die Versorgung mit Fachärzten abgenommen habe. In Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern sind es gar 31 Prozent. Auch bei den Hausärzten haben in den mittelgroßen Orten über 30 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Verschlechterung festgestellt.

In Großstädten hingegen macht sich vor allem das Apothekensterben bemerkbar: 14 Prozent der Befragten gab an, dass die Versorgung mit Apotheken in den vergangenen Jahren schlechter geworden ist. Alle Ortsgrößen zusammengerechnet, weisen die Apotheken eine relativ hohe Stabilität in der Versorgung auf. 8 Prozent der Umfrageteilnehmer spürten eine Verschlechterung. Die Situation bei den Fachärzten (24 Prozent), Hausärzte (20 Prozent) und Kinderärzten (17 Prozent) wurde von deutlich mehr Menschen in Schleswig-Holstein kritisch beurteilt.

Die Versorgung mit Apotheken ist den Bewohnern im nördlichsten Bundesland laut Forsa-Umfrage wichtig, aber nicht die größte Priorität. 80 Prozent der Befragten wollen auf eine Apotheke vor Ort nicht verzichten. Spitzenreiter sind hier die Hausärzte, die von 94 Prozent als unentbehrlich eingeschätzt werden. Es folgen Einkaufsmöglichkeiten vor Ort (92 Prozent) und ein Internetanschluss (89 Prozent). Die Apotheken rangieren im Mittelfeld, gleichauf mit dem Öffentlichen Nahverkehr.

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