Handbuch der Revision

Online-Hilfe für Pharmazieräte Lothar Klein, 15.09.2018 09:01 Uhr

Berlin - Gut 200 Pharmazieräte kümmern sich in Deutschland um die ordnungsgemäße Arbeit in den Apotheken. Auf der diesjährigen Jahrestagung wollen sei erneut versuchen, die bundesweiten Prüfungen zu harmonisieren. Das Dauerthema steht im Mittelpunkt des Treffens der Arbeitsgemeinschaft der Pharmazieräte Deutschlands (APD) Anfang kommender Woche. Dort soll ein Revisionshandbuch auf den Weg gebracht werden, das demnächst online Hilfe für Prüfungen in den Apotheken bietet.

„Kein Pharmazierat kann alle Gesetze und Auslegungen im Kopf haben“, so Pharmazierat Christian Bauer, Vorsitzender der APD. Paragraph für Paragraph der Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) soll so in den nächsten Jahren durchforstet und einheitlich interpretiert werden: „Viele Rechtsbegriffe sind schwammig“, so Bauer. Beginnen wollen die Pharmazieräte auf ihrer diesjährigen Tagung mit den Paragraphen 7 und 8 der ApoBetrO. Darin geht es um Rezeptur- und Defekturarzneimittel.

„Damit fangen wir jetzt mal an. So ein Handbuch wird nie fertig“, so Bauer, „es kommen ja ständig neue Dinge hinzu.“ Schon auf früheren Tagungen wurden konkrete Handlungsanleitungen erarbeitet. Jetzt soll das ganze praxisnaher werden: Für die aktuelle Tagung haben sich die Pharmazieräte vorgenommen, ein „Handbuch zur Apothekenrevision“ zu erstellen. Das soll dann im internen APD-Internetbereich abrufbar und bei kniffligen Fragen der Revision vor Ort hilfreich sein. Für die noch eher analogen Kollegen soll es ein Handbuch geben.

Bislang verhindert der Föderalismus eine vergleichbare Revision der Apotheken. Die Landesbehörden stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an die Kontrollen, interpretieren die gesetzlichen Vorgaben regional. Die Frequenz der Besuche variiert, mal werden sie angekündigt, mal nicht.

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