Lieferengpässe

Noweda startet Protestaktion gegen Zentiva Alexander Müller, 08.04.2017 08:38 Uhr

Berlin - Die Noweda ruft ihre Mitglieder zu einer gemeinsamen Kampagne auf. Diesmal geht es nicht um das Rx-Versandverbot, sondern um Lieferengpässe. Die Apotheker sollen sich bei der Sanofi-Tochter Zentiva direkt über Lieferausfälle beschweren. Der Großhändler hat ein Mahnschreiben verfasst und zusammen mit vorfrankierten Umschlägen in die Kisten der eigenen Kunden gelegt, damit diese aktiv werden.

Bei der Noweda weiß man, dass die mangelhafte Lieferfähigkeit von Arzneimitteln ein wachsendes Problem in Apotheken ist. Patienten müssten vertröstet werden und für die Apotheken bleibe ein nicht unerhebliches Retaxierungsrisiko, schreibt die Noweda zur Erklärung ihrer Kampagne. Der Großhändler führt Buch darüber, welche Hersteller wie oft weniger Ware liefern als bestellt.

Die Chefs besonders „auffälliger“ Firmen erhalten monatlich persönliche Anschreiben, dass ihr Unternehmen zu den schlechtesten Lieferanten der Noweda gehört hat. In diesen „Blauen Briefe“ werden die Geschäftsführer der Hersteller darüber informiert, welchen Platz sie auf dieser Liste einnehmen. Der Noweda zufolge hat diese ständige Ansprache in vielen Fällen durchaus etwas bewirkt. „Leider gibt es aber auch Lieferanten, bei denen sämtliche Bemühungen ins Leere laufen. Dies gilt derzeit vor allem für Zentiva“, schreibt der Großhändler an die Mitglieder.

Nach Angaben des Großhändlers ist die Sanofi-Tochter im vergangenen Jahr besonders negativ aufgefallen. Die ausgelieferte Menge entsprach 2016 demnach nur rund 39 Prozent der bestellten Mengen. Seit Anfang 2017 habe sich die Auslieferquote des Herstellers noch weiter verschlechtert und liege nun nur noch bei 35 Prozent. Bei den fünf Artikeln mit der schlechtesten Lieferfähigkeit hat die Noweda im Februar 2017 die Auslieferquote von 17 Prozent vermerkt.

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