Privatgroßhändler

Apotheker schulen Großhandelschefs APOTHEKE ADHOC, 25.05.2018 13:23 Uhr

Berlin - Zehn Apotheken haben in diesem Jahr Geschäftsführer und Vertriebschefs der Privatgroßhändler als Praktikanten empfangen. Bei der Stippvisite ließen sich die Logistiker von Pharmazeuten, PTA und PKA wieder die Arbeit in der Praxis zeigen. Dabei ging es in diesem Jahr etwa um automatische Bezahlsysteme, bürokratische Anforderungen und den Versandhandel.

Die Aktion „Pharma Privat vor Ort“ gibt es seit 2012. „Die Apotheken werden von den Gesellschaftern persönlich angerufen und gefragt, ob sie Zeit hätten“, sagt eine Pharma-Privat-Sprecherin. Manchmal wähle der Inhaber eine Apotheke aus, weil sie etwa in einem bestimmten Gebiet liege. Für den Besuch gebe es keine Entschädigung oder Prämie. „Oft schreiben die Gesellschafter im Anschluss einen Brief, um sich zu bedanken.“ Das Team erhalte eine kleine Aufmerksamkeit.

Die meisten Großhandelschefs sind einen kompletten Arbeitstag vor Ort. Fiebig-Geschäftsführer Andreas Sauer besuchte etwa die Löwen-Apotheke in Karlsruhe-Durlach. Bei Apothekenleiter Dr. Rainer Lingg ließ er sich das integrierte Apotheken Cash-Management zeigen. „Durch die wegfallenden Bankenwege wird nicht nur die Sicherheit meiner Mitarbeiter erhöht, sondern sie werden auch von zeitaufwendigen Routinearbeiten entlastet“, so der Pharmazeut. Sauer war laut eigenen Angaben erstaunt, wie durch den Einsatz der Technik mehr Zeit für die Kundenbetreuung geschaffen wird.

Sascha Greis, Vertriebsleiter bei Fiebig, wurde in der Hebel-Apotheke in Hemsbach über zeitintensive Abläufe und die umfangreichen gesetzlichen Vorschriften im Tagesgeschäft der Apotheke informiert. „Es ist unglaublich, welch hohe Anforderungen in punkto Organisation und Verwaltung an das Backoffice einer Apotheke gestellt werden. Schade, dass durch den zunehmenden Papierkrieg in den Apotheken oftmals zu wenig Zeit für die Kunden bleibt“, so Greis.

APOTHEKE ADHOC Debatte