Lästige Begleiterscheinung

Schnarchen durch Erkältung Cynthia Möthrath, 30.11.2019 09:05 Uhr

Berlin - Während einer Erkältung werden viele Menschen zu Schnarchern: Durch die verschleimten und verengten Atemwege wird der Atemfluss erschwert und die typischen, nächtlichen Geräusche werden verursacht und bringen Mitmenschen und Patienten selbst um den Schlaf.

Bei einer Erkältung werden die Atemwege durch die Infektion gereizt: Sind die oberen Atemwege betroffen, kommt es zu einer Überproduktion von Schleim in der Nase und den Nebenhöhlen sowie zum Anschwellen der Schleimhäute. Die Nebenhöhlen verstopfen schließlich und der Abfluss des Sekrets ist gestört. Die Nasenatmung wird dadurch meist erheblich erschwert. Die Folge kann lästiges Schnarchen sein, welches für weitere Beschwerden sorgt: Durch die nächtlichen Geräusche kann der Hals austrocknen und der Schlaf gestört werden.

Während einer Erkältung ist es daher sinnvoll für ein Abschwellen der Nasenschleimhäute zu sorgen: Dies kann sowohl lokal mithilfe eines abschwellenden Nasensprays erfolgen, wie auch systemisch. Lokal können natürlich abschwellende, hypertonische Salzlösungen eingesetzt werden. Häufig sind ihnen ätherische Öle zugesetzt, die das Atmen zusätzlich erleichtern und für eine freie Nase sorgen sollen. Ebenso können abschwellende Nasensprays mit chemischen Wirkstoffen wie Xylometazolinhydrochlorid oder Oxymetazolinhydrochlorid verwendet werden. Diese sollten jedoch nicht länger als eine Woche angewendet werden. Systemisch sind Kombinationen mit Phenylephrinhydrochlorid oder Pseudoephedrin geeignet.

Auch Inhalieren mit ätherischen Ölen kann helfen, die Nase zu befreien und das Schnarchen während einer Erkältung zu verhindern. Dazu können Einzelöle oder ein spezieller Erkältungsbalsam verwendet werden. Ein 4 bis 5 cm langer Salbenstrang kann dazu in heißem Wasser gelöst werden. Zum Inhalieren gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten: Die einfachste Art ist die Inhalation mit Schüssel und Handtuch. Dabei muss jedoch unbedingt auf ein standfestes Gefäß geachtet werden, um ein Umkippen zu vermeiden. Außerdem sollten während der Inhalation die Augen geschlossen werden. Einfacher und sicherer ist das Inhalieren mit einem Inhaliergerät, welches aus einem Behälter besteht, auf dem nach Einfüllen der zu inhalierenden Flüssigkeit ein Mund- oder Nasenstück aufgesteckt wird. Diese sind einfacher zu handhaben und Reizungen der Haut und Augen werden vermieden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort

Downloads: HV-Wissen to go

Alle Downloads

Weiteres
Coronavirus

Wirkungslose Pflanzen und Mineralien

Warnung vor vermeintlichen Corona-Wundermitteln»

Autorenteam fordert Strategiewechsel

Corona-Maßnahmen: Glaeske zerlegt Zahlen der Politik»

Weitere Therapie bei Covid-19

Notfallzulassung für Remdesivir + Baricitinib»
Markt

Klinikgeschäft von AvP

Noventi sichert sich Apofakt»

Naturkosmetik

Pascoe bringt Hyaluron-Serum»

49 Kandidaten in Phase III

Novartis setzt auf die eigene Pipeline»
Politik

Registermodernisierungsgesetz

Gläserner Bürger: Steuer-ID soll auch Krankendaten speichern»

Probleme bei Logistik und Kommunikation

Grippeimpfstoffe: Schlechte Noten für Spahn»

Teil-Lockdown bis vor Weihnachten

Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester»
Internationales

Sputnik-V

Putin bietet russischen Corona-Impfstoff an»

Mit PCR-Tests

Schweiz: Apotheken füttern Corona-Warnapp»

Ebola-Medikament überzeugt nicht

Corona: WHO rät von Remdesivir ab»
Pharmazie

Apotheken sollen sensibilisieren

Gilenya: Erinnerung an Risiko von VZV-Infektionen»

Rückruf

Salofalk: Zäpfchen sind marmoriert»

Chargenüberprüfung

Gynokadin: Falsches Datum auf der Bündelfolie»
Panorama

Vielfach ausgezeichneter Pharmazieprofessor

Dr. Hartmut Derendorf verstorben»

Laserzentrum

Abrechnungsbetrug: Neun Hautärzte vor Gericht»

Corona-Maßnahmen

Kein Weihnachtsgeschäft: Handel fordert Hilfe»
Apothekenpraxis

adhoc24 

Corona-Leugner / DJ-Rezepte / Logistikprobleme bei Grippeimpfstoffen»

Pflichtangaben

Friedenspflicht für DJ-Rezepte – aber nicht bei allen Kassen»

DDG-Rezepturtipps

Glukose: Keine Pulver-Briefchen für Frauenärzte»
PTA Live

Verkauf an Laien

Schnelltest von der Tankstelle »

Corona-Massenimpfung

Einsatz in Impfzentren: PTA wären dabei»

Rekonstitution in Impfzentren

Schleswig-Holstein: PTA sollen Corona-Impfungen zubereiten»
Erkältungs-Tipps

Wenn der Husten länger dauert

Chronische Bronchitis: Wie Phytotherapie helfen kann»

Tipps und Tricks für die lieben Kleinen

Das Kind ist krank – was tun?»

Mittelohrentzündung & Co.

Von der Nase zum Ohr: Wie Erreger wandern»
Magen-Darm & Co.

Gefahren der Pilzsaison

Achtung Pilzvergiftung: Fliegenpilz & Co.»

Fremdkörpergefühl im Hals

Globussyndrom: Auch an den Magen denken»

Trendprodukt Selbsttests

Was können Darmflora-Analysen & Co.?»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Für Verhütung oder Kinderwunsch

Fruchtbare Tage bestimmen – aber wie?»

Von Milchbildung bis Abstillen

Milchfluss: Grundlage für die Stillzeit»

Supplemente in der Schwangerschaft

Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt»
Medizinisches Cannabis

Höchstmengen, Herstellung, Dokumentation

Cannabis: Das Wichtigste aus den Gesetzen»

Sonder-PZN, Lieferengpässe & Co.

Retaxgefahr Cannabis»

Blüte, Extrakt, Kapsel

Cannabis: Schritt für Schritt zur Rezeptur»
HAUTsache gesund und schön

Mimikfalten, Krähenfüße & Co.

Hautalterung: Wenn Kollagen und Elastin schwinden»

Mehr als dunkle Flecken

Pigmentstörung: Nicht nur ein Problem des Alters»

Viel hilft nicht immer viel

Überpflegung der Haut»