Notdienstpauschale

Neuer NNF-Rekord: 291,88 Euro APOTHEKE ADHOC, 13.06.2019 15:28 Uhr

Berlin - Neuer Rekordwert: Für die Notdienste im ersten Quartal 2019 erhalten die Apotheken jeweils 291,88 Euro und damit rund sieben Euro mehr als im Vorjahresquartal. Zuletzt waren es 284,59 Euro. Mit 291,88 Euro erreicht die Pauschale ganz knapp einen neuen Höchstwert. Sie liegt zehn Cent über dem bisherigen Rekordwert des ersten Quartal des Vorjahres.

Nach vorliegenden Meldungen der Landesapothekerkammern wurden im 1. Abrechnungsquartal 2019 von Januar bis März insgesamt 99.548 Vollnotdienste abgerechnet. Im Vorquartal waren es 102.401 Vollnotdienste, die von 19.289 Apotheken geleistet wurden. Im Vergleich zum Vorquartal steigt die Notdienstpauschale somit von 284,59 Euro pro geleistetem Vollnotdienst um 7,29 Euro. Diese Veränderung resultiert laut DAV im Wesentlichen durch den Arbeitstageeffekt des 1. Abrechnungsquartals. Es gab zwei Notdiensttage weniger im Vergleich zum Vorquartal bei in etwa gleichgebliebenen Packungsabgabemengen.

Für jede zu Lasten der Krankenkassen abgegebene Rx-Packung fließen 16 Cent in den Nacht- und Notdienstfonds (NNF). Die Gesamtsumme wird durch die Anzahl der geleisteten Notdienste geteilt. Dieser Betrag wird für jeden Notdienst an die Apotheken ausgeschüttet. Maßgeblich für die Berechnung des pauschalen Zuschusses ist neben der Anzahl der geleisteten Notdienste die Höhe der Einnahmen, die zum Zeitpunkt der Berechnung fristgerecht auf dem dafür vorgesehenen Konto des NNF eingegangen sind (Einnahmenprinzip). Nicht zeitgerecht eingegangene Gelder werden in dem betreffenden Quartal nicht zur Ausschüttung gebracht und auf das nächste Abrechnungsquartal übertragen.

Anfang März 2019 wies laut DAV das Treuhandkonto des NNF einen aus den Vorquartalen und dem IV. Quartal 2018 resultierenden Einnahmenstand von 29,6 Millionen Euro aus. Dem gegenzurechnen sind die anteiligen Verwaltungsausgaben in Höhe von rund 486.000 Euro. Somit verblieb ein für die Auszahlung von Notdienstpauschalen zur Verfügung stehendes Ausschüttungsvolumen in Höhe von 29,05 Millionen Euro.

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