Apobank-Statistik

Ärzte verdienen viel mehr als angestellte Apotheker Lothar Klein, 11.07.2019 13:09 Uhr

Berlin - Die Ausbildung von Pharmazeuten und Medizinern liegt auf einem vergleichbar hohen Niveau. Trotzdem steigen die Ärzte nach dem Studium in Kliniken mit deutlich höheren Gehältern ins Berufsleben ein als Apotheker. Mehr noch: Auf der Karriereleiter im Krankenhaus verdienen Fach-, Ober- und Chefärzte mehr als doppelt soviel wie angestellte Apotheker. Dies geht aus dem neuen „Karrierekompass“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hervor.

Der „Kompass“ beinhaltet eine Darstellung der aktuellen Tarifvereinbarungen an kommunalen und universitären Kliniken sowie den privaten Klinikketten Helios, Rhön, Asklepios und Sana. Aufgrund der neuen Verträge verdient ein angestellter Assistenzarzt in einem kommunalen Krankenhaus im ersten Berufsjahr seit Jahresbeginn 4512,45 Euro, ab Januar 2020 sogar 4602,70 Euro und ab Januar 2021 schließlich 4694,75 Euro monatlich. Für diesen Betrag arbeitet er mindestens 40 Stunden wöchentlich und profitiert von Zuschlägen für Überstunden (15 Prozent), Nachtarbeit (15 Prozent), Sonntagsarbeit (25 Prozent), feiertags (135 Prozent ohne Freizeitausgleich; 35 Prozent mit Freizeitausgleich) und an Heiligabend sowie Silvester (ab sechs Uhr, 35 Prozent).

Zum Vergleich: Ein angestellter Apotheker erhält laut Tarifvertrag 3463 Euro im Monat. Er kann sein Einkommen mit Nacht- und Notdiensten aufbessern. Für einen kompletten Dienst erhält er 210 Euro.

Ein angestellter Assistenzarzt in einer Universitätsklinik verdient im ersten Berufsjahr 4631,23 Euro pro Monat. Angestellte Fachärzte in einer Universitätsklinik hingegen verdienen im ersten Berufsjahr bereits 6112,48 Euro. Die Arbeitszeit beläuft sich auf 42 Wochenstunden und der angestellte Arzt erhält Zuschläge für Überstunden (15 Prozent), Sonntagsarbeit (25 Prozent) und Feiertagsarbeit (135 Prozent ohne Freizeitausgleich; 35 Prozent mit Freizeitausgleich). An Heiligabend und Silvester ab sechs Uhr erhält der angestellte Arzt in einer Universitätsklinik 35 Prozent Zuschlag. Eine Facharztausbildung dauert in der regeln fünf bis sechs Jahre.

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