Lieferengpässe

Krisengipfel zu Ibuprofen Nadine Tröbitscher, 04.07.2018 09:04 Uhr

Zu den relevanten aktuellen Liefer- und Versorgungsengpässen gehören auch Nitrendipin und Valsartan, beide Wirkstoffe sind von einzelnen Herstellern seit Juni nicht lieferbar. Thema sind auch Theophyllin, Urokinase, Etoposid und Ropivacain sowie Sulfadiazin. Für Letzteres besteht eine Selbstverpflichtung zur Meldung eines Lieferengpasses. Für Ibuprofen hingegen nicht. Alpha-Methyldopa wird nicht nur als aktueller Engpass besprochen, sondern auch als Beispiel für die rechtzeitige Meldung genannt. Zu diesem Tagesordnungspunkt gehören außerdem Methotrexat und Propofol; zum Narkosemittel soll der Jour fixe die Lieferfähigkeit wieder feststellen.

Arzneistoffe werden in verschiedene Kategorien eingestuft. Zum einen in versorgungsrelevante Wirkstoffe beziehungsweise jene, die mit einem akut erhöhten Versorgungsrisiko gekennzeichnet sind. Die Liste wird beim Jour fixe angepasst. Ein Arzneistoff ist versorgungsrelevant, wenn er verschreibungspflichtig und für die Gesamtbevölkerung relevant ist – also kein Orphan drug. Die aktuelle Liste der versorgungsrelevanten Arzneistoffe beinhaltet mehrere Hundert Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. Die zweite Gruppe sind versorgungsrelevante Wirkstoffe, die nur einen Zulassungsinhaber oder nur einen endfreigegebenen Hersteller oder nur einen Wirkstoffhersteller haben. Diese unterliegen der behördlichen Überwachung. Dies trifft für Aspirin i.v. zu.

Für Hersteller gibt es eine Selbstverpflichtung zur Meldung von Lieferengpässen. Diese gilt vor allem für Arzneistoffe, die in der Vergangenheit von einem Engpass betroffen waren – wie Ivermectin, Melphalan, Piperacillin sowie die Kombination mit Tazobactam. Die Selbstverpflichtung gilt auch, wenn es für einen Arzneistoff drei oder weniger Zulassungsinhaber oder endfreigebende Hersteller oder Wirkstoffhersteller gibt.

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