Celestamine-Lieferengpass

MSD will Indikation und Rezept APOTHEKE ADHOC, 02.07.2018 12:45 Uhr

Berlin - Mangelware Betamethason: Seit 19. Januar besteht für Celestamine N 0,5 liquidum (MSD) ein Lieferengpass. Das Arzneimittel wird kontingentiert ausgeliefert – „ausnahmsweise“, wie MSD schreibt.

Bis September soll Celestamine N 0,5 liquidum von einem Lieferengpass betroffen sein. „Die Nachschubmengen aus unserer Produktion decken derzeit nicht die im Markt benötigten Mengen“, ist auf der Seite des BfArM zu lesen. Ursache sei eine weltweite Cyberattacke im vergangenen Jahr, die bislang noch nicht gänzlich behoben werden konnte, schreibt MSD. Von dieser war auch die Produktionsstätte der Betamethason-haltigen Lösung betroffen.

Um die Versorgung der Notfallpatienten sicherzustellen, werden Ärzte „ausnahmsweise gebeten, die Indikation ,Insektengiftallergie‘ beziehungsweise ,Bestandteil des Notfallsets zur Soforthilfe bei anaphylaktischen Reaktionen‘ auf dem Rezept zu vermerken“, schreibt MSD. Apotheken können Celestamine N 0,5 liquidum dann unter Angabe des Vermerks bei MSD direkt bestellen, das Rezept soll dem Hersteller zur Verfügung gestellt werden. So soll gewährleistet werden, dass Patienten, die eine Notfalltherapie benötigen, auch mit dem lebensrettenden Arzneimittel versorgt werden.

MSD weist im Rahmen der Rezeptübermittlung auf Folgendes hin: „Aus Datenschutzgründen müssen die Patientendaten vorher unbedingt unkenntlich gemacht werden.“ Außerdem nennt das Unternehmen auf Alternativen. Diese sind jedoch nicht wirkstoffgleich. Geeignet seien: Infectodexakrupp 2 mg/ 5 ml (Dexamethason, Infectopharm), Infectocortikrupp Zäpfchen (Prednisolon, Infectopharm) oder Okrido 6 mg/ ml (Prednisolon, Pharmapol).

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