Forschungsprojekt

Fortbildung: Uni befragt Apotheker APOTHEKE ADHOC, 15.06.2019 08:52 Uhr

Berlin - Fortbildung ist für Apotheker und PTA unerlässlich, um ihr Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. Offizielle Zahlen gibt es aber nur zu den zertifizierten Angeboten der Kammern. Professor Dr. Thorsten Lehr vom Fachbereich Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes will wissen, wie die Kollegen tatsächlich zu dem Thema stehen und welche Hürden es womöglich gibt. Daher hat er eine Online-Umfrage gestartet.

„Die wissenschaftliche Datenbasis zur Fortbildung von Apothekern ist gering“, sagt Lehr. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen etwa zu Verträgen über pharmazeutische Dienstleistungen könnte das Thema aber weiter an Bedeutung gewinnen. Er hat sich vorgenommen, eine Bestandsaufnahme zum Thema Fortbildung zu liefern, und eine wissenschaftliche Erhebung gestartet.

Die Umfrage befasst sich mit den Möglichkeiten zur Fortbildung, dem Praxisnutzen, der Integration in den Arbeitsalltag, dem Nachweis einer Fortbildungstätigkeit und dem Maß, das an Fortbildung erforderlich ist. Abgefragt wird etwa, was die Kollegen motiviert, an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen, wie viele Punkte sie gesammelt haben, ob sie die gewonnenen Erkenntnisse konkret im Beratungsgespräch nutzen konnten und welche Formate sie sich für die Zukunft wünschen würden.

Lehr und sein Team fragen aber auch, wie das Wissen und die Einstellung der Kollegen bezüglich Fortbildungspflicht sind. „Wir wollen sehen, wie das Verständnis ist.“ Außerdem soll aufgezeigt werden, wie das Interesse ist und welche Limitationen es gibt. Schließlich interessieren sich die Wissenschaftler auch dafür, ob in den Apotheken Schulungen für Kunden oder Pflegekräfte außerhalb des Beratungsgespräches angeboten werden.

Befragt werden sollen Approbierte aus öffentlichen Apotheken sowie Krankenhausapotheken sowie PhiP und Pharmaziestudenten. Bis 3. Juli sollen möglichst 1000 Teilnehmer zusammenkommen. Noch im Sommer sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden. Zur Umfrage geht es hier.

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