Antiemetika

Emend ist generisch APOTHEKE ADHOC, 14.05.2019 15:11 Uhr

Berlin - Das in der Krebstherapie eingesetzte Antiemetikum Emend (Aprepitant) bekommt generische Konkurrenz. Pünktlich zum Patentablauf bringen heute mehrere Hersteller entsprechende Präparate auf den Markt. Doch nicht alle können liefern.

Emend ist seit 2003 auf dem Markt und indiziert zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei hoch und moderat emetogener Chemotherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Neben den Standarddosierungen à 80 und 125 mg hat der Hersteller MSD Sharp & Dohme eine Kombipackung auf dem Markt, die eine Hartkapsel à 125 mg sowie zwei Hartkapseln à 80 mg enthält und damit das empfohlene Therapieschema abdeckt.

Am Dienstag war der erste Tag ohne Patentschutz. Aliud, Betapharm, Heumann, Hexal, Ratiopharm und Zentiva haben pünktlich ihre Generika gelauncht. Spätestens ab Mittwoch soll Ware beim Großhandel verfügbar sein, heißt es etwa von Hexal. Aliud wird laut einem Sprecher voraussichtlich Ende Mai liefern können; noch gebe es aufgrund von Verpackungsproblemen beim Lieferanten keine Ware.

Aprepitant ist ein Neurokinin-1-Antagonist, die Substanz hemmt die Stimulation des NK₁-Rezeptors durch den physiologischen Liganden Substanz P im Brechzentrum des Hirnstamms. Der Wirkstoff wird als Teil einer Kombinationstherapie mit einem 5-HT3-Antagonisten und einem Glucocorticoid eingesetzt, üblicherweise im Rahmen einer Cisplatin-Chemotherapie.

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