ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Münzterror: Apothekerin schafft Bargeld ab Alexander Müller, 24.08.2019 07:49 Uhr

Berlin - Alles wird teurer – sogar das Geld. Eine Apothekerin beklagt, dass ihre Sparkasse jetzt für jede Geldrolle 50 Cent haben will, angeblich wegen der niedrigen Zinsen. Weil sich das gerade bei kleinen Münzwerten überhaupt nicht mehr lohnt, hat die Apothekerin verschiedene Auswege gesucht. Und ist total gescheitert.

Die erste Idee der Apothekerin war, sich zumindest die Rollen mit den Münzen zu 1 und 2 Cent zu sparen. Also wurden alle Beträge auf den nächstkleineren Betrag, der auf 5 oder 0 endet, abgerundet. Statt 5,63 Euro Zuzahlung kassierte sie 5,60 Euro. Doch dann kam die Aufsicht und verbot die illegalen Rx-Boni. Denn durch das Abrunden würden die preisgebundenen Arzneimittel wirtschaftlich günstiger erscheinen.

Daran hatte die Apothekerin gar nicht gedacht, verstand den Punkt aber und wollte ja auch keinen Ärger. Also rundete sie fortan auf und kassierte 5,65 statt 5,63 Euro. Nach einem Monat hatte sie Spaß an der Sache: Kleinvieh macht auch Mist. Aber die Freude über den kleinen Zuverdienst legte sich sehr schnell, als sich die Kasse mahnend meldete. Regelmäßig zu viel Zuzahlung kassieren?! Man behalte sich ausdrücklich vor, die Staatsanwaltschaft zu informieren.

Die Apothekerin bekam ein bisschen Angst, kaufte sich bei der Sparkasse schnell ein paar Rollen Münzen und fuhr dann mit dem Botenfahrrad bei allen Kunden vorbei, um die zu Unrecht einbehaltenen Centbeträge zurückzuerstatten. Von Haustür zu Haustür, es wurde viel gelacht.

Ihre nächste Idee: Gar keine Münzen mehr annehmen. Die bargeldlose Apotheke. Aber auch das gab Ärger, denn laut Bundesbank muss jeder Gläubiger einer Geldforderung vom Schuldner Banknoten in unbegrenztem Umfang als Erfüllung seiner Forderung annehmen. Funfact: Mehr als 50 Münzen muss man bei einer Zahlung nicht annehmen und, Funfact 2, auch nicht Münzen im Wert von mehr als 200 Euro. Aber nur EC geht eben auch (noch) nicht…

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