Drastischer Rückgang um 27 Prozent

Apotheken kürzen Werbebudgets

APOTHEKE ADHOC, 01.03.2019 08:55 Uhr

Berlin - Das Esslinger Institut „Research Tools“ hat gerade die „Werbemarktanalyse Apotheken 2019“ veröffentlicht: Zum ersten Mal seit 2014 sind die Ausgaben der Apotheken für den Werbemarkt Deutschland zurückgegangen – und das gleich um gut ein Viertel.

Die Werbeausgaben der Apotheken summieren sich im Jahr 2018 auf rund 38 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das Gesamtvolumen um 27 Prozent zurückgegangen. Ein Großteil des Rückgangs verursachten ausländische Versandapotheken, die ihr mediales Kommunikationsvolumen um zwölf Millionen Euro gekürzt haben. Damit zeigt sich laut „Research Tools“ im in der Studie untersuchten 5-Jahres-Zeitraum erstmals eine Entspannung – in den Jahren 2014 bis 2017 waren die Werbeaktivitäten kontinuierlich von vier auf 39 Millionen Euro gestiegen.

Drei Versandapotheken aus dem Ausland führen das Werberanking der Apotheken an: DocMorris, Europa Apotheek und Shop-Apotheke sind die Unternehmen, die am meisten in Werbung investieren. Zu den werbestarken inländischen Versandapotheken gehören laut der Studie die Versender Aliva, Apotal und Medpex, unter den Apothekenkooperationen heben sich die Guten-Tag-Apotheken (Elac) und die 1A-Gesund medial verstärkt ab. Die zehn werbestarken Apotheken repräsentieren gemeinsam 92 Prozent des gesamten Werbevolumens von Apotheken.

Die Anbietergruppen nutzen verschiedene Medienkanäle. Während die Apotheken vor Ort bevorzugt in lokalen Zeitungen werben, bevorzugen ausländische Versandapotheken das Medium Fernsehen. Laut Studie sind auch bei den inländischen Versandapotheken die Werbeaktivitäten rückläufig. Mit einem aktuellen Werbevolumen von sieben Millionen Euro erreichen die inländischen Versandapotheken nur etwas mehr als ein Viertel des Werbevolumens der ausländischen Versender.

Die Apothekenkooperationen glauben nach wie vor an die Kraft der Werbung, hier ist das Werbevolumen in den vergangenen fünf Jahren um 11 Prozent gewachsen und liegt derzeit bei rund drei Millionen Euro.

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