Rabattverträge

Kassen: Exklusiv ist Trumpf APOTHEKE ADHOC, 19.12.2017 09:08 Uhr

Berlin - Die Kassen setzen weiterhin auf exklusive Rabattverträge. 43 Prozent der Ausschreibungen in diesem Jahr gingen an nur einen Vertragspartner, wie Zahlen von Insight Health zeigen.

Die exklusive Vergabe von Rabattverträgen ist der Pharmaindustrie schon lange ein Dorn im Auge. Ihre Hoffnungen ruhten auf dem Pharmadialog, der im Frühjahr zu Ende ging. Mindestens drei Rabattpartner sollten die Kassen unter Vertrag nehmen, so die Forderung der Hersteller. Doch der Vorschlag schaffte es nicht einmal in den Referentenentwurf zum Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AMVSG).

Schaut man auf die Rabattverträge, die im laufenden Jahr geschlossen wurden, so ist ein Ende der Exklusivverträge in weiter Ferne. 35 Prozent der Ausschreibungen waren Open-House-Verträge. An ihnen können sich alle Hersteller beteiligen, die zu den vorgegebenen Konditionen liefern.

Die übrigen 65 Prozent sind das, was man gemeinhin unter Rabattverträgen versteht: Die Krankenkassen schreiben Fachlose aus und die günstigsten Hersteller erhalten den Zuschlag. 43 Prozent dieser Ausschreibungen gingen an nur einen Rabattpartner. 7 Prozent der Verträge wurde an zwei Rabattpartner vergeben und 50 Prozent an drei Partner.

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