Lieferengpässe

Jetzt fehlt auch Ibu-OTC APOTHEKE ADHOC, 25.08.2018 09:10 Uhr

Dem Vernehmen nach bezieht Hexal Ibuprofen von BASF. Der Konzern ist einer von weltweit insgesamt sechs Lieferanten für das nicht-steroidale Antirheumatikum. Die aktive Substanz kommt derzeit von Hubei Granules-Biocause und Shandong Xinhua aus China, Solara und IOLPC aus Indien sowie BASF und SI Group aus den USA. Die Marktanteile sind annähernd gleich verteilt. Jeder der sechs Fabriken produziert zwischen 10 und 20 Prozent des gesamten Weltmarkts.

BASF produziert Ibuprofen seit September 1992 am Standort in Bishop, Texas. Im August vergangenen Jahres verursachte Hurrican „Harvey“ zahlreiche Stromausfälle und legte die Produktion vorübergehend lahm. In Kombination mit der steigenden Nachfrage waren Lieferengpässe die logische Konsequenz. Im Juni fiel die Produktion komplett aus, eigentlich sollten die Kapazitäten sogar ausgebaut werden. Ursprünglich hatte BASF angekündigt, die Produktion nach drei Monaten wieder starten zu können. Doch noch ist das Problem nicht gelöst.

2021 soll das BASF-Werk für Ibuprofen in Ludwigshafen an den Start gehen. Bis dahin sollte in Bishop die Produktion von derzeit 5000 Tonnen pro Jahr hochgefahren werden. Eigentlich sollten bereits im ersten Quartal neue Kapazitäten genutzt werden; für beide Projekte zusammen hatte der Konzern Investitionen von rund 200 Millionen Euro veranschlagt. Doch stattdessen wurde das Werk wegen technischer Probleme im Juni erst einmal komplett heruntergefahren.

Während einige Apotheker Glück hatten und das Lager mit Rx-Ibuprofen aufstocken konnten, als vorübergehend Ware verfügbar war, wurden andere erfinderisch und retteten sich mit dem Auseinzeln von Großpackungen über den Engpass.

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