Dänemark

Apotheker sollen N1-Rezepte ausstellen dürfen APOTHEKE ADHOC, 02.10.2018 09:05 Uhr

Berlin - Das dänische Parlament wird in den nächsten Wochen voraussichtlich darüber debattieren, ob Apotheker das Recht erhalten, in bestimmten Situationen Rx-Medikamente ohne Rezept abzugeben. Als Teil einer größeren Gesundheitsreform, die jetzt ins Parlament geht, sollen Pharmazeuten in Notfällen Rezepte für bestimmte Präparate selbst ausstellen dürfen. Gute Idee? Jetzt mitdiskutieren im LABOR von APOTHEKE ADHOC!

In Dänemark beginnt der Parlamentsbetrieb wieder und eines der ersten Gesetze, das debattiert wird, soll die geplante Gesundheitsreform von Ministerin Ellen Trane Nørby sein. Teil des Gesetzesentwurfs ist ein Verordnungsrecht für Apotheker in bestimmten Situationen. So sollen Pharmazeuten bestimmte Arzneimittel auch dann abgeben dürfen, wenn der Patient kein gültiges Rezept mehr hat.

„Das sollte vor allem in Notfällen möglich sein“, erklärt Birthe Søndergaard vom Dänischen Apothekerverband (Danmarks Apotekerforeningen). Es solle sich vor allem um Folgeverschreibungen bei bestimmten besonders wichtigen Arzneimitteln wie Herzmedikamenten, aber eventuell auch Verhütungsmittel handeln, „wenn ersichtlich ist, dass die Patienten wissen, wie sie mit dem Medikament umgehen müssen“, so Jørgsholm. „Anstatt Notfalldienste zu belasten, könnten die Patienten dann direkt in die Apotheke kommen. Wir sind ausgebildet und kompetent genug für diese Aufgabe“, versichert er. Für welche Arzneimittel genau das gilt, das soll gegebenenfalls später die Dänische Behörde für Patientensicherheit STPS (Styrelsen for Patientsikkerhed) festlegen.

Allerdings würden die Apothekenrezepte nur zur Überbrückung dienen: Die Apotheker dürfen laut Entwurf nur Rezepte für die kleinstmögliche Packungsgröße schreiben. Außerdem wären die Apotheker verpflichtet, die behandelnden Ärzte umgehend über die Verschreibung zu unterrichten. Der Apothekerverband wiederum fordert, dass die STPS Ausnahmen festlegt, in denen auch größere Packungen verschrieben werden dürfen, um die Zuzahlungskosten für die Patienten zu senken. Der Austausch der Informationen zur Medikation zwischen Arzt, Apotheker und Krankenhaus soll über die gemeinsame Medikamentenkarte FMK erfolgen, ein digitales Medikationsmanagementsystem, das kurz vor der Einführung steht.

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