Geburt

Wochenbett: Keine romantischen Erwartungen dpa, 16.01.2017 16:23 Uhr

Hamburg/Berlin - Manche Mütter haben hohe und romantische Erwartungen an ihre Wochenbett-Zeit – und werden dann bitter enttäuscht. Sie zweifeln beispielsweise an ihren Fähigkeiten als Mutter, wenn das Baby sich nicht stillen lassen will oder viel weint. „Lasst eurem Kind Zeit, auf unserem Planeten anzukommen“, sagt die Psychologin Anette Paffrath im Interview der Zeitschrift „Eltern“. „Manchmal braucht es vier Monate, bis ein Baby ohne Anstrengungen selbstständig schlucken, verdauen und optische und akustische Reize verarbeiten kann. Seine Unzufriedenheit bis dahin hat mit den Qualitäten der Eltern überhaupt nichts zu tun.“

Auch mit dem Partner kommt es in dieser ungewohnten Zeit mitunter zu angespannten Situationen oder Streit. „Auch Väter werden von Problemen im Wochenbett überrascht. Sie sind überfordert und müssen das Gefühlschaos zu Hause erst mal verstehen“, sagt Paffrath. Dann helfe es, immer wieder über Ängste, Enttäuschungen und Wünsche zu sprechen.

Etwa 40 Wochen verändert sich der Körper einer Frau vor der Geburt, 6 bis 8 Wochen braucht er danach, um sich wieder zu erholen. Die Zeit nennt man Wochenbett, und früher wurde das noch wörtlich genommen: Die Nachbarinnen im Dorf kümmerten sich ums Essenkochen und den Haushalt, die Wöchnerin verließ das Haus nicht. Inzwischen wollen viele Frauen in dieser Zeit ein straffes Programm durchziehen. Anja Constance Gaca ist Hebamme in Berlin und Co-Autorin des Buches „Das Wochenbett“ und meint: „Frauen nehmen sich zu schnell zu viel vor.“ Dabei dürfe man nicht von einem Normalzustand ausgehen. Aber Mütter und Väter können viel tun, um gut durch die erste Zeit zu kommen:

Keine falschen Erwartungen. Oma und Opa wollen das Baby sehen, die Tanten auch, und außerdem ist Heidi Klum schon wenige Wochen nach der Geburt wieder in Unterwäsche über den Laufsteg spaziert. «Wir bekommen ein völlig falsches Bild von der Zeit nach der Geburt vermittelt», sagt Hebamme Gaca. Dagegen helfe nur, sich klarzumachen, dass nicht nur das Kind Zeit braucht, in der Welt anzukommen. „Auch die neue Familie muss sich erst einstellen“, sagt Gaca.

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