Therapieallergene

Ein Markt im Umbruch Carolin Bauer, 15.04.2016 12:02 Uhr

Berlin - Der Markt für Allergie-Präparate ist in Bewegung. Die Therapieallergene-Verordnung (TAV) zwang die Hersteller bereits vor Jahren zu kostenintensiven Zulassungsverfahren, von denen viele noch andauern. Zahlreiche Präparate sind verschwunden. Zudem versuchen neue Anbieter mit Neuzulassungen Fuß zu fassen.

Insgesamt wurde mit Allergenen im vergangenen Jahr laut IMS-Zahlen rund 303 Millionen Euro Umsatz auf Basis der Herstellerabgabepreise (ApU) erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 1 Prozent. Die Zahl der abgegebenen Packungen lag bei rund 921.000 Stück. Die drei führenden Hersteller – Alk Abelló, Allergopharma und Hal Allergie – teilen sich knapp zwei Drittel des Marktes.

Alk Abelló kommt laut Insight Health auf einen Marktanteil von 27 Prozent. Deutschland ist für den dänischen Anbieter der wichtigste Markt. Die Umsätze mit Therapieallergenen seien in den vergangenen Jahren insgesamt gewachsen, so Geschäftsführerin Dr. Flora Beiche-Scholz. „Das hängt auch mit der gestiegenen Aufklärung zusammen.“

Die 2008 beschlossene TAV hat für eine Marktbereinigung gesorgt. Zuvor mussten Therapieallergene nicht zugelassen werden, sondern galten als individuelle Rezepturen. Mit der TAV wurden dem für die Zulassung verantwortlichen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mehr als 6600 auf dem Markt verfügbare Therapieallergene gemeldet.

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