EuGH-Urteil

Spiegel: Und jetzt alle im Ausland bestellen! APOTHEKE ADHOC, 23.10.2016 17:49 Uhr

Berlin - Das EuGH-Urteil vom vergangenen Mittwoch beschäftigt weiterhin nicht nur die Apotheker, sondern auch die Medien. „Werden Arzneimittel für Patienten jetzt billiger?”, fragt der „Spiegel“ – und empfiehlt seinen Lesern, ab jetzt ausnahmslos im Ausland zu bestellen.

„Eine gute Nach­richt für Pa­ti­en­ten“, lautet das Fazit im „Spiegel“. „Wer sein Re­zept bei ei­ner aus­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ke ein­löst, kann jetzt Geld spa­ren.“ Weil da­von aus­zu­ge­hen sei, dass die Recht­spre­chung in Deutsch­land dem Ur­teil folge, bie­te die Doc­Mor­ris ab so­fort zwei Euro Nach­lass auf je­des Me­di­ka­ment. „Statt bis zu zehn Euro Zu­zah­lung sind dort also nur noch acht Euro fäl­lig. Man stel­le sich vor, alle deut­schen Kas­sen­pa­ti­en­ten wür­den ihre Me­di­ka­men­te ab so­fort im Aus­land be­zie­hen. Bei etwa 600 Mil­lio­nen ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Ver­ord­nun­gen pro Jahr käme ein Mil­li­ar­den­be­trag zu­sam­men.“

Der „Spiegel“ räumt ein, dass das Urteil für die deutschen Apotheker eine Katastrophe gleichkomme. Dass bislang die Abgabepreise gesetzlich festgelegt seien, sei „bequem, weil kein Apotheker Angst haben muss, dass die Konkurrenz mit Rabatten lockt“. Weil die Preise höher seien als in anderen EU-Staaten, sicherten sie „ein gutes Auskommen“. „Zumal in Kombination mit Hustenbonbons, Vitaminpillen und Aufbaupräparaten, die inzwischen oft einen Gutteil des Verkaufsraums einnehmen.“

In vielen Städten gebe es mehr Apotheken als Metzgereien – das sei wahrscheinlich weltweit einzigartig, moniert der „Spiegel“ und verweist auf Dänemark mit seiner geringen Apothekendichte und darauf, dass die Dänen nicht seltener krank würden.

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