Leerer Stand

Berufsmesse: Apotheker blamieren sich Silvia Meixner, 09.10.2018 07:48 Uhr

Berlin - Apotheker Christoph Koch aus Vettweiß in Nordrhein-Westfalen ist enttäuscht von seiner Standesvertretung: Ein Stand der Apothekerkammer und des Verbandes Nordrhein auf der Karrieremesse Stuzubi war unbesetzt. Wer sich für einen Beruf in der Offizin interessierte, bekam keinerlei Informationen. Und auch ein Brief des Inhabers der Adler-Apotheke an den Verband blieb bislang unbeantwortet.

So schießt man sich ein Eigentor: Mit dem Slogan „Probier ihn an“ werben die Apotheker in Nordrhein um Nachwuchs für ihre Unternehmen. Kürzlich präsentierten Kammer und Verband die neue Internetseite zur Kampagne, mit deren Hilfe junge Menschen für einen Beruf in der Apotheke interessiert werden sollen.

Umso erstaunlicher, was Kochs Sohn erlebte. Während an allen anderen Ständen Experten um die Gunst der jungen Menschen buhlten, leistete sich die Apothekerkammer einen unbesetzten Stand. Schlaue Unternehmen und Verbände beginnen früh, den Nachwuchs zu informieren und zu ködern. Auf eine Karrieremesse zu gehen, ist längst kein Geheimtipp mehr – aber im Idealfall erfolgbringend. Umso überraschter war Koch, als sein Sohn von der Stuzubi-Messe im Kölner Palladium nach Hause kam. Sie fand am 14. September zum 6. Mal in Köln statt.

Die Dauer der Messe ist überschaubar: Die Stände sind von 10 bis 16 Uhr besetzt, namhafte Unternehmen waren auf der Stuzubi vertreten. Die Liste der Aussteller liest sich wie eine Bestenauswahl der deutschen Wirtschaft: 3M, Aldi Süd, Bauhaus, Bayer, Deutsche Bank, dm, Fielmann, Lidl. Auch diverse Banken, Hochschulen und der öffentliche Dienst waren vertreten. Und die Apothekerkammer sowie der Apothekerverband Nordrhein.

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