Lieferengpässe

Alkeran: Kontingentiertes Krebsmedikament APOTHEKE ADHOC, 31.08.2015 15:20 Uhr

Berlin - Aktuell sorgt der Lieferengpass des Krebsmedikaments Alkeran (Mephalan) für Schlagzeilen. Weil Aspen das Präparat seit Juli nicht zur Verfügung stellt, muss die Therapie von Patienten derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben werden, mit dramatischen Konsequenzen. Der Hersteller will ab heute wieder liefern – zumindest kontingentiert.

Alkeran ist als Trockensubstanz mit 50mg zur Herstellung von Infusionslösungen seit Wochen defekt; die Tabletten sind zwar verfügbar, können aber wegen der geringeren Dosierung von 2mg nicht weiterverarbeitet werden. Das Präparat wird vor allem in der Behandlung von Leukämien und Lymphomen zur Vorbereitung auf Stammzelltransplantationen eingesetzt. Es ist in dieser Indikation – insbesondere in seinem Haupteinsatzgebiet, der Hochdosistherapie von Patienten mit Multiplem Myelom – nicht durch andere Substanzen zu ersetzen.

Weil die Therapie derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss, droht den betroffenen Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sowie die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) fordern daher abermals wirksame Maßnahmen des Gesetzgebers, um die Verfügbarkeit von Arzneimitteln sicherzustellen.

Mit Einzelimporten sei das Problem nicht zu lösen, denn zunehmend verfügten Behörden einzelner Länder, dass die Ware zur Versorgung der eigenen Bevölkerung im Land bleibe. Problematisch sei außerdem, dass die Preise für bewährte und unverzichtbare Krebsmedikamente wie Melphalan, Carmustin oder Thiotepa in den vergangenen Jahren mitunter um ein Vielfaches gestiegen sei

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