Gravimetrische Methode

Spironolacton-Kapseln: So gelingt der Ringversuch Eva Bahn, 24.10.2018 11:40 Uhr

Berlin - Nach Hydrocortison folgt in diesem Jahr noch eine weitere Kapselrezeptur, die das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) im Ringversuch prüfen lässt: Spironolacton 5 mg. Bei der Herstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten, um erfolgreich zu sein und ein Zertifikat zu erlangen.

Die niedrige Wirkstoffbeladung zeigt an, dass es sich um eine pädiatrische Dosierung handelt. Diese herzustellen, ohne dass die Menge an Spironlacton in der Einzelkapsel zu stark vom Mittelwert abweicht, ist eine der Herausforderungen dieser Rezeptur. Auch sollte gewährleistet sein, dass die Wirkstoffstärke der Kapseln um weniger als 10 Prozent über oder unter dem geforderten Wert von 5 mg liegt.

Da in vielen Versuchen im Vorfeld festgestellt wurde, dass bei derart kleinen Einwaagen am Ende des Herstellungsprozesses meist zu wenig Wirkstoff in der Kapsel landet, wird hier ein Zuschlag von 7,5 Prozent auf die vorgegebenen 5 mg geraten. Dieser Wert wird dann noch einmal mit dem errechneten Einwaagekorrekturfaktor und der Anzahl der Kapseln multipliziert.

Die erste Entscheidung, die bei dieser Rezeptur getroffen werden muss: Wird mit Spironolacton als Reinsubstanz gearbeitet oder verwendet man ein Fertigarzneimittel? Der Vorteil einer industriell hergestellten Tablette ist die zu verwendende Menge an Substanz: So lassen sich sechs Tabletten besser homogen in dem Kapselfüllstoff verteilen als 0,3 g reines Spironolacton. Der Nachteil ist die recht große Schwankungsbreite der Wirkstoffbeladung einer einzelnen Tablette. Der Wirkstoffzuschlag von 7,5 Prozent lässt sich daher auch schlecht abbilden. Wer also sichergehen möchte, dass die Werte stimmen, sollte sich gerade bei einer Rezeptur für den pädiatrischen Bereich lieber auf die Reinsubstanz verlassen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Sildenafil in „Sultan’s Paste“

Warnung und Rückruf: Keine Reaktion bei Amazon und Ebay»

Großhandelsvergütung

Tümper zu Bundesratsbeschluss: „Längst überfällig“»

Apothekenkooperation

Gesund-ist-bunt schließt sich Pro AvO an»
Politik

Bundesratsbeschluss zum Rx-VV

Bühler: „Ohrfeige an die Standesvertretung“»

Immunonkologie

Ersatzkassen wollen CAR-T in Kliniken herstellen lassen»

Apotheken-EDV

Kammer-Umfrage: Das denken die Kollegen über Securpharm»
Internationales

Pilotprojekt mit Google

Walgreens liefert Arzneimittel mit Drohnen»

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»
Pharmazie

Angeborene Herzfehler

Abbott: Herz-Devices für Säuglinge»

Rückruf

Chargen-Mischung bei Evista»

Typ-2-Diabetes

Orales Semaglutid: Besser als Januvia & Co.»
Panorama

Nachtdienstgedanken

„Sie kriegen uns schon kaputt!“»

Wiesn-Apotheke

Oktoberfest soll Geschäft in Gang bringen»

Frühester Weihnachtsmarkt Deutschlands

Burgstädt: Glühwein unter Palmen»
Apothekenpraxis

ApoRetrO

Apotheker umgeht WhatsApp-Verbot»

VOASG

Bundesrat beschließt Rx-Versandverbot»

Pikrinsäure-Fund

50 Feuwehrleute evakuieren Apotheke»
PTA Live

Apothekenkonzerte

Musik schenkt Kraft nach bewegten Monaten»

LABOR-Debatte

Maßnahmen zur Teambildung: Was machen Sie?»

Hypertonie

Fresh-up: ACE-Hemmer»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»