Medizinstudium

Pharmaziestudenten stellen sich hinter Ärztenachwuchs Lothar Klein, 09.12.2019 13:22 Uhr

Berlin - Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) unterstützt die Forderungen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd) zur Reform des Medizinstudiums. In einem offenen Brief hatte die bvmd die Vorgehensweise des Instituts für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) bei der Überarbeitung des Gegenstandskataloges für den schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamens im Fach Medizin kritisiert. Der Brief wurde von insgesamt 34 lokalen Studierendenvertretungen mitunterzeichnet.

Die Medizinstudierenden kritisieren den übereilten Prozess durch Professorin Dr. Jünger als Direktorin des IMPP, die überraschend die Veröffentlichung des neuen Gegenstandskataloges für den schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamens im Fach Medizin (GK2) für November angekündigt hatte. Die neuen Inhalte sollen erstmals in den M2-Staatsexamina im Frühjahr 2021 Anwendung finden.

Die bvmd bewertet den Prozess in den Arbeitsgruppen als noch nicht abgeschlossen. Daher fordern die Medizinstudierenden, den neuen GK2 erst nach Abschluss der Arbeitsphase zu veröffentlichen. Sie sehen es als realistisch an, dass die Arbeit 2020 abgeschlossen sein wird, aber noch nicht in diesem Jahr. Da die geplanten Inhalte des neuen GK2 bis jetzt erst vereinzelt und zu kleinem Ausmaß in die Lehre implementiert seien, fordert die bvmd außerdem eine Übergangsphase von drei Jahren, bevor neue Inhalte geprüft werden sollen. Damit auch nach Ablauf der drei Jahre die Qualität der Staatsexamina gewährleistet ist, sollen die medizinischen Fakultäten Strategien zur Implementierung des neuen Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkataloges Medizin (NKLM) entwickeln.

Der BPhD unterstütze die Forderungen der bvmd ausdrücklich, heißt es in eiern Erklärung. Für das Pharmaziestudium stehe ebenfalls die Überarbeitung der Gegenstandskataloge für das erste Staatsexamen (P1) an. Auf seiner letzten Bundesverbandstagung positionierte sich der BPhD explizit zu den Inhalten des ersten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung. Die Pharmaziestudierenden sehen bei der aktuellen Ausgestaltung der Gegenstandskataloge zum P1 großen Handslungsbedarf. Daher sei eine zügige Überarbeitung natürlich wünschenswert, allerdings gefährde künstlicher Zeitdruck die Qualität eines solchen Prozesses. Die Nachhaltigkeit dieser Arbeit sei von größter Wichtigkeit.

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