Verkehrssicherungsspflicht

Kein Schmerzensgeld für Sturz in der Apotheke Maria Hendrischke, 27.08.2016 09:42 Uhr

Berlin - Achtung, Verletzungsgefahr: Inhaber müssen im Rahmen ihrer Verkehrssicherungsspflicht Gefahrenquellen in der Apotheke vermeiden. Sonst könnten Kunden Schadensersatz und Schmerzensgeld fordern. Wer ausreichende Maßnahmen ergreift, ist rechtlich auf der sicheren Seite, zeigt eine Entscheidung des Amtsgerichts München (AG). Passend zu Jahreszeit und Großwetterlage geht es in dem jetzt veröffentlichten Urteil um Schneematsch in einer Apotheke.

Der konkrete Fall ereignete sich im Februar 2015. An dem Tag lag Schnee, den Kunden auch in die Apotheke trugen. Eine Apothekenkundin wollte sich am Computer etwas zeigen lassen und ging daher um den HV-Tisch herum. Dabei fiel sie hin und verletzte sich am rechten Arm. Sie musste chirurgisch behandelt werden. Nach Aussage der Kundin war der Boden vor dem HV-Tisch feucht, weshalb sie trotz ihrer Trekkingschuhe mit rutschfester Sohle ausgeglitten sei.

Die Kundin verklagte den Apotheker vor dem AG wegen verletzter Verkehrssicherungsspflicht auf Schadensersatz sowie Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt etwa 3600 Euro. Zudem sollte der Inhaber ihre Anwaltskosten von etwa 500 Euro tragen.

Der Apotheker führte an, dass er seiner Verkehrssicherungsspflicht nachgekommen sei. Die Steinplatten in der Apotheke seien ohnehin rutschhemmend. Zudem habe er im Eingangsbereich zwei Türmatten ausgelegt. Darüber hinaus habe er während des Winterwetters eine Putzkraft beschäftigt, die für das Trockenhalten des Bodens zuständig gewesen sei. Die Mitarbeiter seien außerdem angehalten worden, auf Schmutz und Nässe auf dem Boden zu achten.

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