Schweiz 

Aufregung wegen Generikazuschlag Eugenie Ankowitsch, 05.04.2018 14:59 Uhr

Demnach dürfen Apotheker dafür, dass sie ein geeignetes Generikum auswählen, den Patienten informieren und überzeugen sowie alle dadurch anfallenden Formalitäten erledigen, 40 Prozent des Preisunterschieds zwischen Original und Generikum verrechnen. Der Zuschlag soll für den Apotheker einen Anreiz schaffen, überhaupt Generika zu empfehlen. Allerdings ist der Betrag nach oben auf 20 sogenannte Taxpunkte gedeckelt. Das entspricht derzeit 21,60 Franken. Diesen Substitutionszuschlag dürfen Apotheker nur bei der ersten Abgabe des Medikaments verlangen. Verschreibt der Arzt einfach den Wirkstoff oder versieht das Rezept mit einem Vermerk „aut idem“ oder „aut genericum“, dürfen die Apotheken grundsätzlich keinen Zuschlag verrechnen.

Zuletzt wurde in der Schweiz jedoch immer öfter die Forderung nach anderen Mechanismen laut, um den Absatz von Generika zu erhöhen. So hat beispielsweise eine Expertengruppe des Bundes im vergangenen Jahr verschiedene Vorschläge zur Senkung der Gesundheitskosten ausgearbeitet. Bei Wirkstoffen, deren Patentschutz abgelaufen sei, empfiehlt die Gruppe ein sogenanntes Festbetrags-System. Dabei soll der Bund festlegen, wie die Krankenkassen für eine bestimmte Menge des Wirkstoffs vergüten dürfen. Dieser Festpreis gilt unabhängig davon, ob es sich um ein Originalmedikament oder ein Generikum handelt.

Befürwortet wird ein solches Festbetrag-System sowohl vom Preisüberwacher als auch von der Stiftung für Konsumentenschutz. So erwartet Meierhans, dass sich die allermeisten Hersteller beim Verkaufspreis ihrer Medikamente um diesen Festpreis gruppieren und die Preise außerdem insgesamt deutlich nach unten gehen. So sei es zumindest in anderen Ländern zu beobachten. Auch ein Sprecher der Stiftung für Konsumentenschutz plädierte dafür, dass Apotheken gleich viel verdienen – egal, ob sie ein Originalmedikament oder ein Generikum verkaufen.

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