Maulkorb mit Begründung

ABDA: Die Denkfehler im Honorargutachten APOTHEKE ADHOC, 26.02.2018 10:11 Uhr

Berlin - Die ABDA hat sich bislang nur wortkarg zum Honorargutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) geäußert. In einem internen Schreiben hat ABDA-Präsident Friedemann Schmidt einige aus seiner Sicht wesentliche Schwachstellen des Werks benannt. Die Logik des Gutachtens ist aus Sicht der Standesvertretung so inakzeptabel, dass man auch weiterhin nicht mit der Politik darüber sprechen möchte. Auch die Landesorganisationen wurden zum Schweigen verdonnert.

Als „falsch“ qualifiziert die ABDA, dass das Gutachten davon ausgehe, dass für eine flächendeckende Versorgung ein „großmaschiges Netz“ aus Apotheken, wie es im Notdienst bestehe, bereits ausreichend sei. Zudem nehme „das Papier“ eine fehlerhafte Zuordnung der Kosten zu den einzelnen Leistungsbereichen vor. Die Trennung von Rx- und OTC-Abgabe, die sich wirtschaftlich selbst tragen müsse, sei nicht haltbar: „Tatsächlich sind aber beide Bereiche für die Arzneimittelversorgung der Patienten gleichermaßen relevant und können nicht isoliert gesehen werden.“

Eine Entlastung der Kassen durch die Absenkung der Vergütung für Rx-Arzneimittel müsse durch höhere Preise für OTC-Arzneimittel kompensiert werden, „die die Patienten selbst bezahlten müssen, und zwar ohne eine soziale Belastungsgrenze“. Das Gutachten klammere an diesem Punkt wie an vielen anderen Stellen die Perspektive und die berechtigten Interessen der Patienten aus, so Schmidt

Zudem lege das Gutachten „willkürlich einen gerechtfertigten Lohn“ für den Apothekeninhaber fest, orientiert am Gehalt eine Klinikapothekenleiters und baue darauf seine weiteren Berechnungen auf. „Dabei verkennt es unter anderem, dass es für den Inhaber auch einen Ausgleich für das unternehmerische Risiko geben muss“, so die ABDA.

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