Thüringen

Regierung prüft Honorargutachten Alexander Müller, 20.02.2018 10:30 Uhr

Berlin - Das Honorargutachten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) befasst nicht nur die Apotheker selbst – auch in den Bundesländern wird darüber diskutiert. Die rot-rot-grüne Landesregierung von Thüringen prüft nach eigenen Angaben die Ergebnisse des Gutachtens – immerhin müsste der Bundesrat einer Anpassung des Apothekenhonorars zustimmen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Zippel hatte sich mit einer Kleinen Anfrage an die Regierung gewandt. Ihn hatte die öffentliche Debatte über das Honorargutachten verfolgt und besorgt. Denn dieses Gutachten im Auftrag des BMWi habe ergeben, „dass fast jede zweite Apotheke in Deutschland so wenig Ertrag abwirft, dass sich ein Weiterbetrieb kaum noch lohne“. Das beauftragte Beratungsunternehmen 2hm empfehle, „das somit drohende Apothekensterben nicht durch politische Maßnahmen aufzuhalten“, so Zippels einleitende Worte. Zudem sollten die Apotheker laut Gutachten stärker nach Leistung bezahlt werden, da sie „derzeit mehr Geld bekämen, als ihnen nach der geleisteten Arbeit zustünde“.

Zippel wollte von der Landesregierung wissen, welche Erkenntnisse dieser über die wirtschaftliche Lage der Apotheken in Thüringen vorliegen. Die zweite Frage des CDU-Abgeordneten: „Wäre nach Ansicht der Landesregierung im Falle einer Reduzierung der Zahl der Apotheken in Thüringen um 50 Prozent weiterhin die Versorgung der Bevölkerung im Freistaat Thüringen mit Arzneimitteln, die Qualität der Beratung und Betreuung durch die Apotheken sowie die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern (Reduktion der Gefahr der Fehlmedikation) gewährleistet?“

Gesundheitsministerin Heike Werner (Die Linke) antwortete im Namen der Landesregierung. Das BMWi lege das Apothekenhonorar im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) fest, erinnert sie. Bei der Festsetzung der Preise und Preisspannen müsse der Verordnungsgeber unter anderem den berechtigten Interessen der Verbraucher und Apotheken Rechnung tragen – „zu den berechtigten Interessen der Arzneimittelverbraucher gehört auch die Sicherstellung der Versorgung.“

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