Honorargutachten

AOK: Was Apotheker wirklich verdienen Lothar Klein, 10.01.2018 10:31 Uhr

Kurz vor Weihnachten hatte das BMWi das Honorargutachten kommentarlos auf seiner Internetseite veröffentlicht. Auf 256 Seiten widmen sich die Experten der beauftragten Unternehmensberatung 2hm der Ausgestaltung der Handelsspannen von Apotheken und Großhandel. Die Gutachter schlagen einem Umbau des Apotheken- und Großhandelshonorars vor: So soll die prozentuale Spanne für die Apotheken auf 5 Prozent erhöht werden.

Derzeit liegt sie bei 3 Prozent. Der Fixzuschlag soll dagegen reduziert werden: von 8,35 Euro auf 5,84 Euro. Der Notdienstzuschlag soll von 16 auf 33 Cent verdoppelt werden. Die Notdienstgebühr soll unverändert bei 2,50 Euro bleiben.

Bei Rezepturen sollen Apotheken statt 90 Prozent nur noch 5 Prozent auf die Stoffe aufschlagen dürfen. Dafür soll der Arbeitspreis von derzeit mindestens 3,50 Euro deutlich auf 31 bis 61 Euro steigen. Auch der Fixzuschlag sowie der Notdienstzuschlag sollen bei Rezepturen abgerechnet werden können. Auf 14 Euro soll auch der BtM-Zuschlag steigen; nach der letzten Anhebung liegt dieser Wert derzeit bei 2,91 Euro. Für parenteralen Rezepturen schlagen die Experten ein Honorar von nur noch 22 bis 32 Euro vor. Derzeit liegt der Arbeitspreis bei mindestens 50 Euro.

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