Honorargutachten

MVDA: Apotheker müssen aufstehen APOTHEKE ADHOC, 04.01.2018 13:44 Uhr

Berlin - ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hat zu diesem Jahreswechsel auf einen „Präsidentenbrief“ mit politischen Botschaften und Positionierungen verzichtet. Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) fordert in seiner Neujahrsbotschaft hingegen die Apothekerschaft auf, mit eigenen Vorschlägen und Konzepten dem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Auftrag gegebenen Honorargutachten Paroli zu bieten: „Die Zeiten des Aussitzens sind vorbei. Wenn wir jetzt nicht aufstehen und das Wort und die Initiative ergreifen, dann werden wir Stück für Stück abgeschafft“, schreiben MVDA-Präsidentin Gabriela Hame-Fischer und Vize Holger Wicht.

Aus Sicht des MVDA ist das Honorargutachten ein „Sammelsurium an Folterwerkzeugen“, mit denen den Apotheken der „Garaus“ gemacht werden solle. „Viele Freunde scheinen die Apotheker nicht mehr zu haben“, befürchten Hame-Fischer und Wicht. Man müsse das Gutachten zwar als „untauglich zurückweisen“, das werde aber nicht ausreichen: „Bei jeder kleinen Forderung der Apotheker wird man dieses Schreiben dann wieder hervorziehen und mit irgendeiner Missetat daraus drohen.“

Die Gutachter schreckten nicht davor zurück, die Vorteile der Planwirtschaft zu preisen. Ihnen reichten 10.000 Apotheken, um die Akutversorgung mit Kühlware, BTM und Rezepturarzneimitteln aufrecht zu erhalten, alles andere erledige der Versand, so die MVDA-Spitze. Dabei sollten die Apotheken so verteilt werden, dass jeder Patient nicht mehr als 15 Kilometer mit dem Auto fahren müsse, also vier Minuten Fahrweg.

„Sie haben kein Auto? Pech gehabt, das ist im Gutachten nicht vorgesehen. Der Wunsch der Patienten nach ihrem persönlichen Ansprechpartner? Fehlanzeige! Die DDR hat uns seinerzeit vorgemacht wie es geht. Einmal die Woche liefern reicht doch – klar! Viel Spaß im Notdienst! Warum es die DDR wohl nicht mehr gibt….? Da reibt man sich schon verwundert die Augen, und manch einer wird sich gefragt haben: Was haben die geraucht? Wer hat dafür bezahlt? Und vor allem warum?

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Transportbedingungen

Kohlpharma liefert in Kühlbox»

Kooperationen

Linda schließt sich Pro AvO an»

Großhandel

Olympiasiegerin macht Phoenix-Mitarbeiter fit»
Politik

Digitalisierung

Apobank-Plattform fürs B2B-Geschäft»

Urteil zu NEM

OLG: Kater ist eine Krankheit»

Imagebroschüre

Wiedergutmachung: BMG lobt Apotheker»
Internationales

Pilotprojekt mit Google

Walgreens liefert Arzneimittel mit Drohnen»

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»
Pharmazie

Akute myeloische Leukämie

Xospata erhält Zulassungsempfehlung»

Rote-Hand-Brief

Picato: Vorsicht bei Hautkrebsanamnese»

Rückruf

Hexal: Omep und Pemetrexed müssen zurück»
Panorama

Nachtdienstgedanken

„Sie kriegen uns schon kaputt!“»

Wiesn-Apotheke

Oktoberfest soll Geschäft in Gang bringen»

Frühester Weihnachtsmarkt Deutschlands

Burgstädt: Glühwein unter Palmen»
Apothekenpraxis

Kommentar

Explosives Gemisch: Die Politik und der DAT»

Rezeptabrechnung

Rahmenvertrag gilt auch für BG?»

Zugspitz-Apotheke Grainau

Gegen den Trend: Endlich Inhaberin!»
PTA Live

PTA-Schule Lörrach

„Last minute“ zur PTA»

Apothekenkonzerte

Musik schenkt Kraft nach bewegten Monaten»

LABOR-Debatte

Maßnahmen zur Teambildung: Was machen Sie?»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»