Schweiz

Medikamente ohne Rezept: Ärzte und Apotheker streiten Eugenie Ankowitsch, 23.10.2017 15:12 Uhr

Berlin - Nach der Überarbeitung des Schweizer Heilmittelgesetzes soll das Verordnungsrecht umfassend angepasst werden. Unter anderem ist in dem Entwurf vorgesehen, dass Apotheken einige bisher verschreibungspflichtige Medikamente künftig ohne Rezept an Patienten abgeben dürfen. Welche Arzneimittel dafür in Frage kommen, muss allerdings noch festgelegt werden. Dafür sollen OTC in die Drogerie entlassen werden. Bis vor wenigen Tagen konnten beteiligte Institutionen ihre Sicht der Dinge in einem Stellungnahmeverfahren darlegen.

Das Ziel des sogenannten Heilmittelverordnungspakets IV ist es, den Zugang zu Medikamenten für die Schweizer einfacher zu machen: Einerseits sollen künftig alle nicht verschreibungspflichtigen Medikamente in Drogerien abgegeben werden dürfen. Anderseits sollen Apotheker bei bestimmten Indikationen gewisse bisher rezeptpflichtige Medikamente auch ohne Rezept abgeben dürfen. Daran, welche Arzneimittel das sein dürfen, scheiden sich nun die Ärzte- und Apothekergeister.

Aus der Sicht der Apotheken soll es um Medikamente gehen, die häufig nachgefragt werden: Denn damit könnten Hausärzte und Notfalleinrichtungen von eindeutigen und einfachen Fällen entlastet werden, wovon letztlich auch die Versicherten profitierten, sagte der Präsident des Apothekerverbandes Pharmasuisse, Fabian Vaucher, kürzlich in einem Interview.

Zwar begrüßt Pharmasuisse in seiner Stellungnahme grundsätzlich die Systematik der Bestimmungen über die Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne Rezept. Nicht einverstanden sind die Apotheker allerdings mit dem vorgeschlagenen generellen Verbot der Abgabe von antimikrobiellen Wirkstoffen. Dies lasse sich nicht mit dem Auftrag des Gesetzgebers vereinbaren und sei zudem völlig unverhältnismäß

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