Knochenmarktransplantation

Leukämie-Patientin findet Spender dpa, 14.02.2016 11:23 Uhr

Berlin - Die Beschwerden kamen schleichend. Erst schmerzte Lara Casalottis Bein, dann die Hüfte. Als die 24-jährige Londoner Studentin im vergangenen Dezember schließlich einen Arzt aufsuchte, kam die niederschmetternde Diagnose: Lara litt an einer aggressiven Form von Blutkrebs, der akuten myeloischen Leukämie (AML). Um zu überleben, brauche sie binnen vier Monaten eine Knochenmarktransplantation, prognostizierten die Mediziner damals. „Das war ein großer Schock“, sagt Lara.

Die Übertragung von Knochenmark ist oft die einzige Chance, die gefährliche Erkrankung zu heilen. Doch für die Transplantation brauchen Patienten Zellen eines Menschen mit übereinstimmenden Gewebemerkmalen, eines sogenannten genetischen Zwillings. Die Erfolgsaussicht ist unter Menschen gleicher Herkunft höher. Doch Laras Eltern haben thailändisch-chinesische und italienische Wurzeln. Dieser ethnische Mix erschwerte die Suche nach einem passenden Stammzellenspender deutlich. Weltweit gibt es zwar mehr als 25 Millionen registrierte Spender, aber nur wenige von ihnen haben einen ähnlichen genetischen Hintergrund wie Lara. Ein Drittel der Kranken, unter denen viele Kinder und Jugendliche sind, findet einen Spender in der eigenen Familie. Laras hatte dieses Glück nicht, auch ihr einziger Bruder Seb kam als Spender nicht infrage. Die junge Frau war, wie der Großteil der Patienten, auf Hilfe von Fremden angewiesen.

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