Pharmahersteller

Grünenthal und die Contergan-Akten dpa, 06.12.2015 12:38 Uhr

Berlin - Unterlagen mit hochpersönlichen Daten von Opfern des Contergan-Skandals lagerten über Jahre beim Hersteller des Schlafmittels, das die Missbildungen verursacht hatte. Ein Skandal, finden Betroffene.

161 Aktenordner gefüllt mit hochpersönlichen Informationen von Contergan-Opfern haben jahrelang im Archiv des Pharmaherstellers Grünenthal gelegen – also bei dem Unternehmen, das mit seinem Schlafmittel Missbildungen bei Tausenden Kindern verursacht hat. Betroffene wie Andreas Meyer stellen die Frage: Was hatten Unterlagen mit persönlichen Daten zu seinen familiären Verhältnissen, zu seiner Versicherung oder zu Details seiner Schädigung bei Grünenthal zu suchen? Mittlerweile sind die Akten an die Conterganstiftung überführt. Die Stiftung hat jetzt einiges aufzuarbeiten.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in der Conterganstiftung in den 1970er Jahren: Die aufgetauchten Unterlagen sind die Handakten von Herbert Wartensleben. Der war damals Leiter der medizinischen Kommission und entschied maßgeblich mit, wer als Conterganopfer anerkannt wurde und entsprechende Zahlungen bekam.

Gleichzeitig war Wartensleben auch Anwalt des Unternehmens Grünenthal. Zu der Frage, wie die Akten bei Grünenthal landeten, erklärte er: „Als ich 1981 bei Grünenthal ausschied, hatte ich mit der damaligen Geschäftsleitung vereinbart, dass meine gesamten Anwaltshandakten im Archiv der Rechtsabteilung unter sicherer Verwahrung bleiben (...).“

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